Die Macht der Sprachbilder – Politisches Framing und neurokognitive Kampagnenführung

Politics & Society
re:publica 2017

Kurzthese: 

Language is never innocent. ~ Roland Barthes // Im Januar 2017 zog Donald Trump nach einer donnernden Wahlkampagne ins Weiße Haus ein. Die Welt hatte bis zuletzt Hillary Clinton für überlegen gehalten – „Faktencheck“ hieß die Zauberformel, die am Ende keine war. Bis heute klammern sich viele an die Hoffnung des rationalen Wählers.

Beschreibung: 

Tatsächlich hat es den aber nie gegebenen, wie die Kognitionsforschung eindrücklich zeigt. Politische Entscheidungen beruhen nicht auf Fakten, sondern auf Frames. Das sind Deutungsrahmen im Gehirn, die über Sprache aufgerufen und zugleich gefestigt werden, und zwar ohne, dass wir es bewusst wahrnehmen. So greift Sprache in unser politisches Gehirn ein und formt es. Dieser Vortrag zeigt Wege auf für einen bewussteren Umgang mit der politischen Sprache und dem eigenen Denken und offenbart: Wer Wahlen gewinnen, neutral berichterstatten oder als mündiger Bürger frei entscheiden will, der muss sein politisches Gehirn und die Mechanismen neurokognitiver Kommunikation und Kampagnenführung kennen.

-- mit Unterstützung der Heinrich Böll Stiftung

Stage 1
Montag, 8. Mai 2017 -
16:00 bis 17:00
Deutsch
Vortrag
Alle

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