SendProtest - Participatory Art Project with App & Database

Culture
re:publica 2017

Kurzthese: 

Wir fragen: Kann Kunst einen Beitrag zur Gesellschaft leisten? Kann der Begriff der "sozialen Plastik" auf das Internet ausgedehnt werden? Brauchen wir ein digitales Bildgedächtnis des weltweiten Protests oder der Empörung angesichts gesellschaftlicher Missstände? Wie vermeidet man dabei Manipulationen und Zensur? Welchen Unterschied gibt es zu bereits existierenden sozialen Netzwerken? Das partizipatorische Kunstprojekt "SendProtest" mit Mobile App für Android und Internetdatenbank (Bildarchiv) wird kurz vorgestellt und zur Diskussion gestellt.

Beschreibung: 

Mit der App „SendProtest“ können alle, die ein Android Smartphone besitzen und über einen Internetzugang verfügen, freiwillig und direkt am sukzessiven Aufbau eines globalen Bildarchivs von Empörung und Protest teilnehmen. Das heißt weltweit können Bürgerinnen und Bürger (User) unter Achtung des Persönlichkeitsrechts alles, was ihrer Meinung nach dem Gemeinwohl schadet oder schaden kann fotografieren oder filmen und wahlweise kommentieren, um es dann unmittelbar auf eine online-Datenbank (http://www.sendprotest.com) hochzuladen. Sie können sich entscheiden, anonym zu bleiben oder auch einen Usernamen verwenden. Die Bilder und Texte werden automatisch mit dem Erstellungsdatum und den GPS-Koordinaten übertragen.

Die Datenbank, die so in Form einer interaktiven Weltkarte und auch als chronologische Datenbank erstellt wird, ist jederzeit einsehbar. Die Protestbilder können grob in fünf Kategorien eingeteilt werden: 

  1. Natur- und Umweltverschmutzung
  2. Verletzung der Menschenwürde
  3. Urbane, architektonische Desaster
  4. Dokumentation öffentlicher Demonstrationen oder Protestaktionen
  5. Statements von Einzelpersonen

Wir erklären kurz, worum es bei dem Projekt geht und erklären, wie die App funktioniert. Anschließend können Fragen gestellt werden und die Idee kann ausgiebig debattiert werden.

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