Unser Rückblick auf re:connecting EUROPE 2017

notes_rpeurope_rpdub17.jpg

re:connecting Europe 2017

Von 8.-9. September waren wir mit der re:publica in Dublin und von 11.-13. September in Thessaloniki. An insgesamt 5 tollen Tagen haben wir mit EntscheiderInnen, AktivistInnen, Organisationen und den Communities vor Ort debattiert, Lösungen diskutiert und Europa miteinander vernetzt.

 

Mit re:connecting EUROPE wollen wir den Aufbau eines europaweiten Netzwerks der Kreativwirtschaft fördern und den Austausch der digitalen Szene in unserer Nord-Süd-Achse vorantreiben. In Dublin und Thessaloniki gewannen wir neue Perspektiven auf unsere vernetzte Welt, die wir mit unseren SprecherInnen und BesucherInnen diskutierten. Zudem konnten wir uns kulturell über unsere europäischen Grenzen hinweg austauschen und herausfinden, was die Menschen vor Ort bewegt.

#rpDUB und #rpTHE in Bildern

Auf unserem Youtube-Kanal könnt ihr euch bereits die Sessions aus Dublin und Thessaloniki anschauen. Mehr Bildeindrücke findet ihr auf unserem flickr Kanal.

aa_web_de.gif

Auswärtiges Amt

Auch wenn unsere europäische Klassenfahrt vorbei ist, bleiben uns viele wertvolle Kontakte und Ideen für neue gemeinsame Projekte. Dank der Unterstützung des Auswärtigen Amtes war es möglich, re:connecting EUROPE in den Hafenstädten Dublin und Thessaloniki stattfinden zu lassen. 

 
 

Highlights der #rpDUB17

Bei unserer zweiten re:publica im Tech-Hub Dublin fanden an zwei Tagen im Lighthouse Cinema insgesamt 38 Sessions statt. Gegenstand der Talks waren Überlegungen und Konzepte zu Arbeit 4.0, der Organisation digitaler Unternehmen, EdTech, dem Entrepreneurship der irischen StartUp Szene, der Bedeutung digitaler Medien und dezentralisierter Regierungen.

 

Im Fokus stand in Dublin die Wohnungskrise, da bezahlbarer Wohnraum knapp ist und sich Einheimische die hohen Mietpreise nicht mehr leisten können. Vor allem junge Menschen sind von der Wohnungsnot betroffen – daher luden wir zu einer öffentlichen Diskussion ein, um über die Hintergründe zu sprechen.  In einem Online-Artikel der Irish Times findet ihr nähere Informationen. In unseren Reviews könnt ihr außerdem noch einmal tiefer in Tag 1 und Tag 2 der #rpDUB eintauchen.

Datensicherheit und Klimaziele im Innovations-Zeitalter

Cyborgs können bereits Farben erkennen, Erdbeben spüren oder mit einer Kamera eigenständig Filme aufzeichnen. Statt diesen Entwicklungen ablehnend gegenüber zu treten, stellte sich Shane Patric McNamee unter dem Titel „Do Cyborgs Dream of Electric Lawsuits? : Cyborgs in Law and Society“ der Herausforderung, wie sich die Gesellschaft im Hinblick auf Recht und Gesetz diesen neuen Bedingungen anpassen könnte.

Wer ist für unsere Datensicherheit verantwortlich? Dies beantworteten unter anderem unser Partner IoT: „Trust me! The need for security and transparency in innovation age“. Wie wichtig die Digital Citizenship Community für die weiteren digitalen Entwicklungen ist, zeigte Daniel Griffin in „Digital Citizen Ireland“.

Was wäre, wenn klimapolitische Ziele so populär wären wie Uber? Unser Partner Ecosia demonstrierte, welche Chancen sich in der Tech Industrie ergeben, wenn die Energien gebündelt würden und Klima-Revolution im Digitalen stattfände.

Im Gespräch mit MacherInnen, AktivistInnen und Frauen der irischen Tech-Szene

Es weht ein Hauch von Silicon Valley in Irland: die irische StartUp und IT Szene trifft sich hauptsächlich in Dublin. In „Dublin and Berlin – Connecting Europe`s Creative Hubs“ haben wir mit Sarah Leahy über Synergien und Potentiale der beiden Hubs gesprochen. Großen Zuspruch fand auch das von ihr geführte Women in Tech Meetup, das einen Einblick über die Arbeit von Frauen in der irischen und europäischen Tech-Szene gab. Mehr Infos unter @TechinDub

Menschen aller Couleur verbindet das Spiel – dies zeigten Christiane Hütter in „Participation through Play und Bryan Duggan in seinem VR Experiment „Deep VR“ – bei dem das Spiel über das Ein- und Ausatmen geleitet wird.

Highlights der #rpTHE17

In Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt Griechenlands, lag im Cinema Museum der Schwerpunkt auf der Vernetzung europäischer Städte und ihrer digitalen sowie kreativen Szene. Damit dies innerhalb Europas gelingt, müssen politische und finanzielle Voraussetzungen geschaffen werden. Deswegen war es uns eine besondere Ehre, mehrere Gäste aus Politik und Diplomatie in Thessaloniki begrüßen zu dürfen. Unter ihnen waren der Staatssekretär für Medien und Kommunikation, Lefteris Kretsos, und der Deutsche Generalkonsul Walter Stechel. Hier könnt ihr in unserem Überblick nachlesen, was am ersten und zweiten Tag der #rpTHE stattgefunden haben.

If you believe you are a citizen of the world, then you’re a citizen of nowhere 

– Theresa May –

„Citizens of Nowhere“ – eine Zukunftsvision über Europa gab uns Lorenzo Marsi  in „Citizens of Nowhere: Europe as a metaphor for the world to come“. Ebenso bewegten uns die Themen, menschlicher Drohnen-Interaktion, Open Data als Treiber für mehr Bürgerbeteiligung oder soziale Innovationen, digitaler Schutz im Netz für JournalistInnen, Politik auf WhatsApp und „The Great Wall“ der Medien im Westen und Osten Europas. In der Session „Build your Future with Lego!“ zeigten Agni Pagouni und Vasilis Gkogkidis mittels Gamification, dass sich komplexe Zusammenhänge in ihre kleinsten Bestandteile zerlegen lassen, um daraus eine übergreifende Strategie abzuleiten.

Roundtables zu Fragen Europas auf unserem re:boat

Mit unserem re:boat hatten wir die Gelegenheit, neun unserer Sessions zu Wasser im Thermaischen Golf abzuhalten, darunter ein Roundtable zu Ecopreneurship. Der stellvertretende Bürgermeister Berlins und Senator für Kultur und Europa, Klaus Lederer, diskutierte gemeinsam mit Andreas Gebhard, dem Geschäftsführer der re:publica, über mögliche Finanzierungsformen kreativer Projekte in Europa. Hier findet ihr unser Interview mit Klaus Lederer.

Freiheit im Netz und Maker-Bewegung

Besonders wirkungsvoll war Alp Tokers Vortrag zum Kampf um digitale Rechte und Freiräume in der Türkei. Um ein unabhängiges Netz ging es auch in dem Vortrag Marios Isaakidis, der hack66.info/observatory vorstellte. Geplant ist eine unabhängige Beobachtungsinstanz im Web, die gemeinschaftlich in Europa, Middle East und Afrika (EMEA) aufgebaut werden soll, um die Erfassung von personenbezogenen Daten zu melden und so Überwachung sowie Manipulation im Netz aufzudecken und NutzerInnen darüber zu informieren. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir diese beiden Denker auf der #rpTHE miteinander vernetzen konnten.

Ein besonderer Treffpunkt unserer Community war der Communitere Mobile Makerspace, bei dem unter dem Dach des Global Innovation Gathering (GIG) nach der re:publica in Berlin nun auch in Thessaloniki InnovationsmanagerInnen, MacherInnen, HackerInnen und UnternehmerInnen aus Griechenland und der Welt zusammenkamen. Zu einer globalen Vernetzung rief auch die Initiative „Digital Arabia“ auf und zeigte, wie die digitale Gesellschaft in kulturellen, sozialen, politischen oder ökonomischen Belangen  besser miteinander kommunizieren kann.

Thessaloniki stellte führenden Köpfe seines Innovations-Ökosystems vor, die maßgeblich die digitalen Entwicklungen vor Ort mitprägen, darunter: TIFD, Athlenda, Fieldscale oder OKThess!. Wie die Maker-Bewegung in Europa und Syrien kooperiert und was diese Zusammenarbeit hervorbringt, zeigte eindrücklich der Talk Susan Longs zu den Such- und Rettungskräften in Syrien.

Online-Bildung war auch in Thessaloniki ein Schwerpunktthema, das unsere SpeakerInnen aus verschiedenen Perspektiven beleuchteten: Drogenabhängige können mittels eines anonymen Avatars ihre Sucht kommunizieren und digital Hilfeleistungen erhalten. Citizen Science und Experience Design haben gute Voraussetzungen, fester Bestandteil unserer digitalen Kultur zu werden und diese bestmöglich weiterzudenken.

Direkt im Anschluss an die re:publica fand das Agora Reworks Festival in Thessaloniki statt. In dem mit Agora Reworks gemeinsam kuratierten Panel „A new connected world: The rise of networks” trafen sich die MacherInnen beider Veranstaltungen auf dem Podium. Mit dabei: CEO Andreas Gebhard, der Designer Norman Palm und Anastasios Diolatzis, Mitgründer und Musik-Direktor von Agora Reworks. Neben der Wichtigkeit internationaler Netzwerke ging es darum, auf welchen Plattformen der Austausch zwischen Kulturen und Menschen heute stattfindet. Hier hatten wir die Gelegenheit, uns auch selbst kritisch zu hinterfragen, da wir wissen wollten, was von Events wie dem Agora Reworks Festival oder der re:publica erwartet wird.

 

Und nun seid ihr an der Reihe, denn wir brauchen euer Feedback

Beantwortet unsere Umfrage und gewinnt Tickets für die re:publica vom 2.-4. Mai 2018 in Berlin, für mehr Details klickt ihr hier; zur Umfrage geht es hier.

 

Danke an alle, die die #rpDUB und #rpTHE möglich gemacht haben. Besonderer Dank gilt unseren Partnern, SprecherInnen und BesucherInnen.

 

Stimmen zur rpEUROPE

„Vielen, vielen dank für die bereichernde Veranstaltung. Die Themen, eure Gäste und die Atmosphäre waren wirklich großartig.”
–  susanne ebner, wort-sinn.com, twitter: @wort_sinn –  

“Thanks for giving me the opportunity of being a member for the Thessaloniki re:publica 2017. It was an awesome event! I hope to see again in Thessaloniki next year.”
Panos Palantas, Creative Developer, www.artefact.gr – 

“I would like to thank you all for making this amazing media convention happen... and make it happen in Greece. In times of crisis it is so optimistic to see people believe in the value of interaction and the impact of human connection. It was a privilege and an honour for me to take part as a speaker and share my interest and experience on digital education. It was so nice contacting and networking with so many inspirational people! Keep on connecting and inspiring people! Keep on soaring high!”
Sophia Kouz, blogs.sch.gr/skouzouli/

 

Bei re:connecting EUROPE stellte Andreas Gebhard, Gründer und Geschäftsführer der re:publica, das neue Motto für die re:publica 2018 vor: POP - Power of People. Vom 2. - 4. Mai 2018 wird die re:publica POP in Berlin stattfinden. Ab November startet der Vorverkauf der Tickets und SpeakerInnen können Ihre Vorschläge für ihre Talks einreichen. Wie die POP-Art-Bewegung Kultur aus den Museen und Galerien an Gemeinplätze trug, soll auch die re:publica 2018 an unerwarteten Orten stattfinden. Hier findet ihr mehr zu unserem neuen Motto https://re-publica.com/en/eu17/news/republica-goes-pop .

Wir freuen uns auf die rp18 mit euch!

Bildnachweis:  re:publica/Vassilis Ververidis

Tags: