2015-12-10
Die große #rp-Revue: re:publica 2007 – Leben im Netz

Zehn Jahre re:publica! Zeit für einen Rückblick durch die Jahre... In den kommenden Wochen und Monaten bis zur #rpTEN lassen wir jedes Event noch einmal Revue passieren und besinnen uns: Was waren die prägenden Themen und Fragen auf jeder re:publica? Was hat uns (und hoffentlich auch euch) bewegt? Was waren die entscheidenden Ereignisse in jedem Jahr, die die Veranstaltung einrahmten?

Und damit kommen wir zur #rp07. Lange ist es her – die allerallererste re:publica! Vom 11. bis 13. April tummelten sich unter dem Motto "Leben im Netz" statt der erwarteten 300 Blogger mehr als das Doppelte in der Kalkscheune in Berlin-Mitte: 700 kamen vorbei! #rp-Gründer Markus Beckedahl erinnert sich, wie er Ostern zusammen mit #rp-Gründer Andreas Gebhard verbrachte, um manuell die Kontodaten von allen Anmeldern online einzugeben, da es noch kein Ticketing-System gab...

Doch wie fing das alles eigentlich an: "2006 hatten sich deutsche Blogs so weit etabliert, dass sie nicht nur selbst in die öffentliche Wahrnehmung vorgedrungen waren, sondern auch eigene Themen an deren Oberfläche spülten. Es war an der Zeit, die so genannte 'Blogosphäre' aus ihrer virtuellen in die physische Welt zu locken, und so entstand bei einem gemeinsamen Bier die Idee zu einem Blogger-Treffen – und bei einem zweiten sein Name: re:publica." So schrieben wir eine Weile später.

2007 wurde unter anderem von zwei Ereignissen für die Netzwelt bestimmt: Die Ankündigung für das iPhone im Januar. Und den Gesetzesentwurf zur Vorratsdatenspeicherung durch die Bundesregierung. Letzteres spiegelte sich in den Vorträgen und Diskussionen wieder. Andreas Gebhard beschreibt die bestimmenden Fragen, die das #rp07-Programm durchzogen (schaut noch einmal auf die erste #rp07-Webseite): 'Was bedeutet es für ein Leben im Netz, wenn alle Kommunikationsdaten für mindestens sechs Monate gespeichert werden, um Sicherheitsbehörden den Zugriff zu ermöglichen?' Aber genauso auch 'Wie kann mit Weblogs Geld verdient werden?' oder 'Sind Blogger_innen die neuen Journalist_innen?'. Und natürlich auch 'Braucht es eine neue Ethik, neue Kommunikations- und Verhaltensregeln für den Umgang im Internet?'

Visuell bleibt all denen, die bei der ersten re:publica (und auch den weiteren) dabei waren, ganz bestimmt eines präsent: Die glorreiche SMS-Wand! Diese geniale interaktive Konferenzfunktion als Echtzeit-Feedback und Austausch der TeilnehmerInnen hatte damals Max Winde gebaut und installiert und in den ersten Jahren der re:publica-Events weiterentwickelt. #rp-Gründer Johnny Haeusler dazu: "Twitter über SMS, alle waren angefixt." Und an die ersten “Netbooks”, die Eee PCs, erinnert sich Johnny noch: "Einige Leute gingen während der #rp07 los und kauften sich so ein Teil."

Doch nicht nur die vier GründerInnen der re:publica kommen bei unseren Rückblicken zur Wort. Vor allem möchten wir auch von euch wissen: Was ist euch von der einen und anderen #rp-Konferenz in liebevoller Erinnerung geblieben? Gibt es einen denkwürdigen Talk, eine lustige Anekdote, der Beginn einer tiefen Twitter-Freundschaft?

Was immer euch in den Sinn kommt, schreibt uns! Kurz und knackig auf Twitter mit dem Hashtag #rpRevue und #rp07 bzw. dem jeweiligen #rp-Hashtag oder länger an redaktion at re-publica.de – auch gerne mit Links zu Fotos. Wir sind ganz gespannt, was ihr zu berichten habt.
Zur Rückbesinnung hier noch ein paar tolle Eindrücke von damals, mehr gibt es in der #rp07-Gruppe auf Flickr:

Foto von paulinepauline (CC BY-NC-ND 2.0)

Foto von paulinepauline (CC BY-NC-ND 2.0)

Foto von plomlompom (CC BY-NC 2.0)

Lux! Foto von Dominik Schwind (CC BY 2.0)

Foto ganz oben von plomlompom (CC BY-NC 2.0)