2017-12-07
Die #rp18-Themen: Viele bunte Topics!

Der Call for Participation ist angelaufen: Bis zum 7. Januar 2018 habt ihr Zeit, um eure Projekte und Ideen einzureichen. Zur Inspiration könnt ihr euch von einigen Themenschwerpunkten der #rp18 hier ein Bild machen. Damit nun der CfP so richtig ins Rollen kommt, stellen wir euch noch einmal einige Topics gesondert vor und führen euch durch einen wahren Dschungel der Möglichkeiten: Let there be POP! Bonus: Wer es vor den Feiertagen mit seiner Einreichung schafft, bekommt einen Fleißstempel von uns!

POP

POP ist unser diesjähriges Über-Motto. Auch das Design unserer neuen Webseite in Green-Screen-Grün gibt trotz symbolisierter Leerstelle schon eine denkbare Richtung vor. Wir brainstormen mal kurz für euch: Auf der Hand liegt die quietschbunte Bravo-Starschnitt-Popkultur. Mit kreischender Gitarre auf Plateau-Boots war Pop noch nie so harmlos. Vielmehr war und ist er eine Haltung, die die innersten Wirkmechanismen der Gesellschaft spiegeln und bloßstellen konnte. Nicht erst seit Stuart Hall und der Neuen Linken wäre sie heutzutage vielleicht wieder mal gefragt. POP ist für uns aber auch PoP im Sinne der Darstellung von Populationen und Personenmengen als Daten oder Information durch datenbasierte Kuration. Auch ist es die Konstruktion von Öffentlichkeit und das Platzenlassen von Filterblasen, also im weitesten Sinne: Big Data und Informationskompetenz. Ebenso meinen wir PoP in Bezug auf Citizen Science, Journalismus und Civic Tech, Investigative Kollektive und Open Spaces. Man könnte auch sagen: Power of People in die Straßen gebracht. Von Schwarmverhalten bis zu crowdgesourctem Journalismus oder schneller Hilfe nach Umweltkatastrophen bis zu Interdisziplinarität: Was bedeutet für euch "better together"?

re:health

Gesundheit in Zeiten des Netzes in einer faszinierenden Bandbreite. Unser Konferenz-Track "re:health" beschäftigen sich in ganz unterschiedlichen Facetten damit, wie die Digitalisierung in der Medizin ankommt und die Möglichkeiten wie auch Risiken, die sich für den Menschen und seinen Körper ergeben. In Vorjahren ging es dabei unter anderem um so spannende Themen wie 3D-Druck in Katastrophengebieten, Depression im Internet, digitale Entwicklungen im Gesundheitswesen wie etwa beim britischen NHS. Ein weiteres wichtiges Thema war Gesundheitsinformationen online und ihre Qualitätsprüfung. Auch hatten wir Sessions zur ethischen Arbeit mit Gesundheitsdaten, digitale Zyklustracker, Selfcare und die loggegenwärtige Blockchain: Überrascht uns mit euren Einreichungen und macht PoP zur Power of Patients!

Music

Musik und Digitales sind eng verflochten und das nicht erst seit Kurzem. An unserem Music Day, der sich möglicherweise auch auf alle drei Tage der #rp18 ausweitet, soll es um den nationalen und internationalen Austausch, die Förderung neuer Formate und die Weiterentwicklung der Szene an der Schnittstelle von Klang und Technologie gehen. Big Data, Open Source-Betriebssysteme, Remix-Kultur, gehackte Hardware und digitale Distribution sind nur einige der vielen Aspekte, denen wir uns mit euch zusammen zuwenden wollen. Let the music play!

re:learn

Back to the Blogs! Rettet das offene Bildungsnetz! 2018 ist die Forderung nach "Mehr digitale Bildung" Konsens in allen Bildungsbereichen. PolitikerInnen und Wirtschaft, SchülerInnen und Eltern, JournalistInnen und Stiftungen sind sich einig: Lernen und Lehren muss digitaler werden! Aber: Digital ist nicht besser – zumindest nicht automatisch. Mit bunten Quiz-Apps lassen sich vielleicht besser Vokabeln lernen. Mit animierten Erklärvideos lassen sich frontale Belehrungen beliebig oft wiederholen. Mit Lernplattformen lassen sich Materialien und Kommunikationen cloudbasiert vervielfältigen und beschleunigen. Aber die entscheidende Frage bleibt offen: Optimieren wir hier nur die Systeme des 20. Jahrhunderts? Verhindert die Rede von "digitale Bildung" sogar den notwendigen Paradigmenwandel?

Für das 21. Jahrhundert reichen interaktive Vokabel- und Matheübungen nicht aus. Für Bildungsziele wie Aufklärung und Mündigkeit, Kreativität und kritisches Denken, Freiheit und Verantwortung braucht es keine Vereinfachung der digitalen Welt, sondern Ansätze, die das offene Netz umarmen, den Umgang mit Vielfalt und Chaos fördern, selbstbestimmte Aktivitäten und kollaborative Projekte ermöglichen. Wie kann das konkret aussehen? Die re:learn 2018 sucht nach Antworten.

Seid ihr auf Ideen gekommen? Und los geht's, macht mit beim Call for Participation! Alles weitere hier.