2019-01-09

#rp19-Speakerin Caroline Sinders und das “Feminist Data Set”

Wie können Daten feministisch sein? Was genau ist eigentlich Netzfeminismus? Und wie hängt dieser mit maschinellem Lernen von KIs zusammen?

In ihrem Feminist Data Set nimmt sich Caroline Sinders genau diesen Fragen an. Auf der re:publica 2017 sprach sie in ihrer Keynote von Schwierigkeiten die sich ergeben, wenn mit Hilfe von künstlichen Intelligenzen die Probleme von online Diskriminierung und Cyber Mobbing gelöst werden sollen. Wir freuen uns sehr, dass Caroline auf der re:publica 2019 mit ihrem „Feminist Data Set“ erneut auf unserer Bühne stehen wird. Hierfür hat sie in Workshops und Lectures mit einer Vielzahl an Personen Datenmengen produziert, die wiederum Parameter für feministische Begriffe, Gegenstände, Theorien, ihre Schöpfer*innen und Herkunft festlegen sollen. Schon allein die Praxis der Datengewinnung sieht Caroline als eine selbstermächtigende und feministische. Durch das Einspeisen dieser Daten in maschinelle Lernsysteme allerdings, beabsichtigt das Projekt diese Systeme, die im öffentlichen und privaten Leben genutzt werden, zu verändern. Wie das funktioniert und was das genau bedeutet erfahrt ihr auf der #rp19!

Dafür, dass die Online-Welt sich zu einer friedlicheren und inklusiveren entwickelt, engagiert sich Caroline schon lange. Als Designerin für maschinelles Lernen, Benutzerforscherin, Künstlerin und Digitalanthropologin beschäftigt sie sich unter anderem mit Cybermobbing. Dass Menschen sich anderen gegenüber schlecht verhalten, sieht sie der Natur der Menschen geschuldet, dass dieses allerdings online in dem Maße stattfindet wie wir es vorfinden, ist nach ihr ein Problem des Designs des Interfaces. Wenn die sozialen Plattformen ihr Interface redesignen würden, würde dieses den Nutzer*innen helfen weniger Belästigung online zu erfahren. Carolines intersektionelle Arbeit befindet sich so an der Schnittstelle von digitaler Technik zu (digitaler) Anthropologie.

tl;dr
Ja aber jetzt nochmal etwas genauer: Auf der re:publica 2019 wird Caroline Sinders ihr „Feminist Data Set“ in einer Keynote in aller Vollständigkeit vorstellen und in einem Workshop könnt auch ihr ein Teil dieser interaktiven Datensammlung gegen die Vorherrschaft der normalisiert gebrauchten patriarchalen Sprache im Netz werden! Also gebt euren besten Freund*innen, tollsten Kolleg*innen, liebsten Großeltern und allen die ihr noch dabei haben wollt Bescheid und lasst euch gemeinsam auf der republica19 inspirieren.

Carolines Talk von der #rp17 findet ihr hier und mehr zu ihrem „Feminst Data Set“ im Victoria & Albert Museum ist hier online.

Links
> Website: https://carolinesinders.com/
> Twitter: @carolinesinders