2020-08-28

Themenwoche: „Martin-Roth-Symposium – MuseumFutures“

Den Anfang der re:publica Themenwochen macht vom 7.-11. September 2020 das „Martin-Roth-Symposium – MuseumFutures“. Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) veranstaltet in Kooperation mit der re:publica das zweite „Martin-Roth-Symposium”, das einen der bekanntesten und innovativsten Museumsdirektoren und Kulturpolitiker Deutschlands ehrt, als digital-analoge Themenwoche online im Netz sowie im Museum für Naturkunde Berlin. Unter dem Motto „MuseumFutures” diskutieren internationale Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Kunst und Politik über die aktuelle Situation von Museen, deren Herausforderungen und Chancen im 21. Jahrhundert. Das Projekt wird gefördert durch das Auswärtige Amt.

Museen eröffnen Räume für die Begegnung von Menschen und Ideen. Kaum eine Institution ist vom gesellschaftlichen und kulturellen Wandel so stark geprägt und herausgefordert. Als Ort der Erinnerung steht das Museum einerseits in einer großen Tradition, andererseits muss es auf die sich rasch verändernden Erwartungen des Publikums reagieren, um immer wieder neu ein Ort der Zukunft sein zu können. Wie lassen sich die Museen der Zukunft als Orte für globale, vielstimmige und kritische Dialoge konzipieren, wenn wir davon ausgehen, dass Kulturgüter allen gehören? Welchen Beitrag zur Demokratisierung können Museen in Zeiten wachsender antiliberaler Tendenzen weltweit leisten? Und ist es überhaupt möglich, das Museum in einem radikal demokratischen Licht zu sehen, wie es viele Kultur- und Kunstschaffende heute fordern?

Zu diesen Themen diskutieren u.a. David Adjaye (Vereinigtes Königreich), Inés de Castro (Argentinien), David Chipperfield (Vereinigtes Königreich), Bice Curiger (Schweiz), Hartmut Dorgerloh (Deutschland), Elvira Espejo (Bolivien), Pi Li (Hongkong), Małgorzata Ludwisiak (Polen), Benita von Maltzahn (Deutschland), Robin Reardon (USA), Kavita Singh (Indien), Philip Tinari (China), Krzysztof Pomian (Polen), Johannes Vogel (Deutschland) und Marie Cecile Zinsou (Benin).

Das Programm

7. September 2020: Museen und Zukunft

  • Grußwort und Eröffnung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

  • Internationale Sprecher*innen geben Einblicke in die Führung von Museen in unterschiedlichen Regionen und ihre kulturellen und politischen Kontexte, in die historische Sicht auf die Rolle von Museen sowie die technologischen Herausforderungen, denen die Museumswelt heutzutage ausgesetzt sind.
  • Mit Beiträgen u.a. von Andrew McClellan (USA), Kavita Singh (Indien) und Philip Tinari (China)


8. September 2020: Museen und Macht

  • Am zweiten Tag wird die Rolle von öffentlichen und privaten Museen in der Gesellschaft diskutiert und untersucht, welche Interessengruppen bei der Führung eines Museums im 21. Jahrhundert berücksichtigt werden müssen.

  • Mit Beiträgen u.a. von Elvira Espejo (Bolivien), Julia Grosse & Yvette Mutumba (Deutschland) und Rooksana Omar (Südafrika)


9. September 2020: Museen und Unterhaltung

  • Wie kann man den sozialen Raum der Institution und die Ausstellungsräume des Museums mit Leben füllen? Dürfen Museen unterhalten? Der Einfluss von Vergnügen auf die Museumsgestaltung, Realität und Virtualität sowie der Zusammenhang von Kunst, Wissenschaft und Unterhaltung stehen im Fokus dieses Thementages.

  • Mit Beiträgen u.a. von Pi Li (Hongkong), Robin Reardon (USA), Tim Reeve (Vereinigtes Königreich) und Marie Cecile Zinsou (Benin)


10. September 2020: Museen und Architektur

  • Wir betrachten Museen heute als öffentliche Räume und stehen damit vor der Frage: Wem gehören sie und in welcher Weise? Welche Zugangsbedingungen und -formen werden den Sammlungen und dem Dialog von Objekten und Menschen gerecht? Welche Möglichkeiten der Präsentation eröffnen sich für archivierte, empfindliche oder umstrittene Kulturgüter? Vor dem Hintergrund historischer und zukünftiger Architekturen diskutieren die Sprecher*innen den musealen Raum.

  • Mit Beiträgen u.a. von David Chipperfield (Vereinigtes Königreich), Bice Curinger (Schweiz) und Louisa Hutton (Deutschland)


11. September 2020: Museen und Misserfolg | Digital-analoger Werkstatt-Tag im Museum für Naturkunde Berlin

  • Dieser Tag betrachtet den „bestmöglichen Misserfolg“ nicht als Widerspruch in sich, sondern als Notwendigkeit und Motor für Innovation. Welche Bedingungen und Werte benötigen Museen für einen produktiven Lernprozess, für einen offenen Austausch und für eine dynamische selbstreflexive Kultur?
  • Mit Beiträgen u.a. von Marion Ackermann (Deutschland), Inés de Castro (Deutschland), Julia Grosse (Deutschland), Malgorzata Ludwisiak (Polen), Michael Moriarty,  (Irland)
, Krzysztof Pomian (Poland)
  • Vertiefende Werkstätten zu den Kern-Themen der vorangegangenen Tage

  • Achtung: Die Teilnahme am analogen Werkstatt-Tag im Museum für Naturkunde ist nur auf Einladung und nach vorheriger Anmeldung möglich und die Teilnehmer*innen-Anzahl ist streng limitiert! Für die re:publica-Community haben wir einige  Plätze reserviert. Wenn ihr dabei sein wollt, bewerbt euch bitte über folgendes Formular: https://www.ifa.de/anmeldung-mars-2020/

Zum vollständigen Programm geht es hier.