2017-12-07
Mit viel POP aka power of People, Pop Culture & Populism in die #rp18!

1, 2, 3: POP – Power to the People! Und damit wir auch Euch hören: Her mit euren Vorschlägen, denn unser Call for Participation für die #rp18 ist angelaufen. Wir geben Euch eine Bühne! Bis zum 7. Januar 2018 habt ihr jetzt Zeit, eure Projekte, Hacks oder eine Workshop-Idee einzureichen. Zur Inspiration könnt ihr schon einmal die Themenschwerpunkte der #rp18 reinschauen oder in unserem YouTube-Kanal mit den Beiträgen der letzten Jahre stöbern, das ist immer eine gute Vorbereitung.

POP? What's POP?

Wer mit POP nichts als rhythmisches POPowackeln in Vorstadtdiskos verbindet, hat vielleicht zu viel Zeit im Hör- oder Plenarsaal verbracht. POPkultur ist mehr als Low-End-Mainstream zum Feierabendbierchen. POP ist, was die Massen erreicht, was unsere Gesellschaft verändert. Zum Guten, wie zum Schlechten. Mit dem Motto POP möchten wir populären Medienphänomenen mit offenem Interesse begegnen. Worauf begründet sich die Faszination von (scripted) Realityshows, Insta-Stars und Influencern und welchen Einfluss haben auf die Gesellschaft? Is this the Real Life? Ist Fake längst akzeptierter Mainstream, über den sich niemand mehr wundert? Was macht alternative Fakten so sexy für besorgte Bürger? Wo steckt der POP im POPulismus?

Aktuell bildet die Entertainmentbranche in den USA die lauteste Opposition, shiftet politische Diskussionen vom Feuilleton in die Nachrichten und sägt am Thron des Establishments. Auch das ist POP und das ist nicht neu. Man mag Bubikopf und Minirock als Modewellen oder Rock’n Roll als Tanzrichtung abtun, aber sie brachen Traditionen und veränderten damit die gesellschaftliche Norm. Welche vergleichbaren popkulturellen Phänomene finden wir heute und wo finden sie statt? Die viel zitierten Filterblasen der digitalisierten Gesellschaft ermöglichen populäre Parallelkulturen im Verborgenen. Mit POP möchten wir sie platzen lassen und sichtbar machen. Und schließlich interpretieren wir POP als Kürzel für Power Of People und fragen: Wo liegt die Macht der Masse?
 

re:health

Gesundheit in Zeiten des Netzes in einer faszinierenden Bandbreite. Unser Konferenz-Track "re:health" beschäftigen sich in ganz unterschiedlichen Facetten damit, wie die Digitalisierung in der Medizin ankommt und die Möglichkeiten wie auch Risiken, die sich für den Menschen und seinen Körper ergeben. In Vorjahren ging es dabei unter anderem um so spannende Themen wie 3D-Druck in Katastrophengebieten, Depression im Internet, digitale Entwicklungen im Gesundheitswesen wie etwa beim britischen NHS. Ein weiteres wichtiges Thema war Gesundheitsinformationen online und ihre Qualitätsprüfung. Auch hatten wir Sessions zur ethischen Arbeit mit Gesundheitsdaten, digitale Zyklustracker, Selfcare und die loggegenwärtige Blockchain: Überrascht uns mit euren Einreichungen und macht PoP zur Power of Patients!

Music & Sovereignty 

Musik und Digitales sind eng verflochten. Doch bei unserem Music Topic dreht es sich bei der #rp18 nicht nur um den nationalen und internationalen Austausch, Förderung neuer Formate oder die Weiterentwicklung der Szene an der Schnittstelle von Klang und Technologie. Der zweite Part Sovereignty beziehungsweise Souveränität beschreibt die Freiheit, über seine Gedanken und Handlungen zu entscheiden. Doch was wir mit Musik machen können und was nicht, liegt nie ganz bei uns. Begrenzt und ermöglicht werden wir durch Technologien und Medien. Big Data, Open Source-Betriebssysteme, Remix-Kultur, gehackte Hardware und digitale Distribution sind nur einige der vielen Aspekte, denen wir uns mit euch zusammen zuwenden wollen. Der Musiktrack wird die Freiheiten und Grenzen der neuen Souveränität(en) unserer zeitgenössischen Musikwelten diskutieren, aufführen, sichtbar machen.

re:learn

Back to the Blogs! Rettet das offene Bildungsnetz! 2018 ist die Forderung nach "Mehr digitale Bildung" Konsens in allen Bildungsbereichen. PolitikerInnen und Wirtschaft, SchülerInnen und Eltern, JournalistInnen und Stiftungen sind sich einig: Lernen und Lehren muss digitaler werden! Aber: Digital ist nicht besser – zumindest nicht automatisch. Mit bunten Quiz-Apps lassen sich vielleicht besser Vokabeln lernen. Mit animierten Erklärvideos lassen sich frontale Belehrungen beliebig oft wiederholen. Mit Lernplattformen lassen sich Materialien und Kommunikationen cloudbasiert vervielfältigen und beschleunigen. Aber die entscheidende Frage bleibt offen: Optimieren wir hier nur die Systeme des 20. Jahrhunderts? Verhindert die Rede von "digitale Bildung" sogar den notwendigen Paradigmenwandel?

Für das 21. Jahrhundert reichen interaktive Vokabel- und Matheübungen nicht aus. Für Bildungsziele wie Aufklärung und Mündigkeit, Kreativität und kritisches Denken, Freiheit und Verantwortung braucht es keine Vereinfachung der digitalen Welt, sondern Ansätze, die das offene Netz umarmen, den Umgang mit Vielfalt und Chaos fördern, selbstbestimmte Aktivitäten und kollaborative Projekte ermöglichen. Wie kann das konkret aussehen? Die re:learn 2018 sucht nach Antworten.

Seid ihr auf Ideen gekommen? Und los geht's, macht mit beim Call for Participation! Alles Weitere hier.