2016-05-02

Wenn das Gehirn musiziert

Künstler und Unternehmer Matan Berkowitz entwickelt Instrumente, die auf Gehirnströmungen und minimale Bewegung reagieren. In seinem Talk "Music is the Instrument – Innovation for Impact" erzählt er, wie so etwa gelähmte Menschen Musik generieren können.

Berkowitz schnallt sich einen schmalen Gurt mit Sensor um den rechten Handrücken. Das "Airstrument" ist sein neues Projekt. Bewegt er die Hand, klingt aus den Lautsprechern elektronische Musik. Schließt er die Hand zur Faust, ertönt ein Schlagzeug und wenn er den Arm hebt, verändert sich die Tonhöhe. So produziert er in wenigen Sekunden mit nur einer Hand einen Beat.

Mit technischen Instrumenten wie dem “Airstrument”, ermöglicht Matan Berkowitz Menschen mit eingeschränkter Motorik, Musik zu machen. Er hat dazu die Technologie der Google-Brille adaptiert und ein Instrument entwickelt, das die Gehirnaktivität (EEG) misst und reagiert sowie einfache Bewegungen registriert. An seinem Projekt "Discotech" – eine Neuschöpfung aus den Begriffen Disability, Community und Technology –  arbeiten Industrie-DesignerInnen, MathematikerInnen und MusikerInnen mit. Mit 3-D-Druckern produzieren sie individuell auf die Bedürfnisse von Menschen angepasste Instrumente, damit sie etwa trotz motorischer Einschränkungen selbst spielen können.

 Foto: re:publica/Gregor Fischer (CC BY 2.0)