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German
Workshop
Intermediate
Assets, Objects, Points: Was Structured Journalism bringen kann

Short thesis

Der Artikel als »standard consumption unit« des Journalismus erweist sich online als erstaunlich unkaputtbar - obwohl Hyperlinks, Metadaten und Algorithmen Möglichkeiten eröffnen, die weit über das aus den Umständen der Zeitungsproduktion entstandene Format hinaus gehen. Wir zeigen das Potential, das darin steckt, eine Story konsequent in ihre Einzelteile zu zerlegen und diese zu neuen journalistischen Angeboten zusammenzusetzen.

Description

Was passiert, wenn man die journalistische Story als Summe von Datenpunkten begreift, als Zusammenstellung isolierbarer Elemente, die zu ganz verschiedenen Kontexten passen können? Was ändert sich für den Leser, was für den Journalisten? Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich, und was geben wir dafür auf? Darauf kann man fast schon philosophische, aber auch ganz konkrete technische Antworten finden. Beides versuchen wir in dieser Session:

  • Wir zerlegen Artikel in ihre kleinsten sinnvollen Einheiten.
  • Wir schauen uns an, wie diese Einheiten zu Redundanzen werden, wenn lange Zeit über ein Thema berichtet wird.
  • Wir überlegen, wie sich diese Redundanzen vermeiden lassen.
  • Wir zeigen Ansätze, die einzelnen Elemente von Stories zu verknüpfen und zu neuen Inhalten zusammenzusetzen.
  • Wir diskutieren das Verhältnis maschineller und menschlicher Intelligenz in diesem Prozess.
  • Wir sprechen darüber, welches Potential zur Personalisierung von Inhalten in deren Strukturierung steckt.
  • Wir stellen die Frage, bei welcher Art von Journalismus ein solches Vorgehen gut funktionieren könnte - und bei welcher gar nicht.
  • Wir stellen wilde Mutmaßungen an, weshalb der Artikel trotzdem noch am Leben ist.

Diese Session ist besonders geeignet für Fans von: Cir.ca, The Verge und Politifact.