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„A Deep History of VR“ – Eine Reise zu den Ursprüngen der virtuellen Realität 

Short thesis

Virtual Reality (VR) auf ihre Technologie zu reduzieren, verhindert ein tieferes Verständnis dieses neuen Mediums. Wer aber das Zukunftspotenzial von VR besser einschätzen will, muss in die Vergangenheit schauen und einen Blick über den Tellerrand wagen. Erst die Kombination aus historischen, philosophischen und psychologischen Betrachtungen schafft ein Gespür für den enormen Einfluss, den VR in Zukunft im Alltag und in der Arbeitswelt spielen könnte.

Description

Der aktuelle Hype um die neuen VR-Headsets lässt schnell vergessen, dass Virtual Reality sehr viel älter ist als gemeinhin bekannt. Anfang der 90er prophezeiten zahlreiche Experten bereits den große Durchbruch der Technologie. Das erste Head Mounted Display entwickelten US-amerikanische Wissenschaftler bereits in den 60er Jahren. Wenn die mehrfachen Versuche, VR als Massenmedium zu etablieren, also immer wieder gescheitert sind – woher wissen wir, ob VR mit Head Mounted Displays wie der Oculus Rift oder HTC Vive dieses Mal den Massenmarkt durchdringen wird?

Wer das Zukunftspotenzial von Virtual Reality verstehen will, muss deshalb mit einer Reise in die Vergangenheit beginnen und einen Blick über den Tellerrand wagen: Psychologie, Philosophie und andere Disziplinen ermöglichen eine Perspektive auf die virtuelle Realität, die weit über ein enges, rein technisches Verständnis hinausgeht, das oftmals vorherrscht, wenn in der Öffentlichkeit über VR gesprochen wird. Erst mit einem interdisziplinären Ansatz ist eine Annäherung und ein grundsätzlicheres Verständnis des Phänomens VR möglich. So zeigt sich etwa, dass der Drang nach Virtualität tief in die menschliche Psyche verankert ist und weit in die Vergangenheit zurückreicht. Eine Philosophie der virtuellen Realität wirft die Frage auf, ob virtuelle Welten trotz ihrer Künstlichkeit nicht doch eine erhebliche Wirkung auf ihre Nutzer haben. Und die spannenden Projekte im Bereich Social-VR bestätigen, dass ein auf den ersten Blick asozial wirkendes Medium eine soziale Sogkraft entfalten kann, die kaum einer anderen modernen Kommunikationstechnologie gelingt. 

 

 

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