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German
Workshop
Everyone
Gaming the Algorithms: Algorithmenutopien für ein besseres Netz

Short thesis

Sich über “böse” Algorithmen auf Facebook und Co zu beschweren ist en vogue. Dabei war es noch nie so einfach, sich der intelligenten Informationsfilter auf vielfältige Art zu bedienen. Wir als Nutzer haben damit die Chance und Verantwortung zugleich, unsere digitalen Umgebungen mitzugestalten. Nutzen wir sie!

Description

Filterblasen, Echokammern, FakeNews - kein Internetnutzer kommt dieser Tage um diese Themen herum. Häufig werden dabei die technologischen Bedingungen („Algorithmen!!!“), gesellschaftliche Folgen („Filterblasen!!!“) und konkrete Szenarien („Trump!!!“) in einen Topf geworfen, einmal kräftig umgerührt und genüsslich als negative Entwicklungen ausgebreitet.

Wir wollen in diesem Workshop mit euch gemeinsam eine konstruktive Perspektive anhand dieser drei Schwerpunkte diskutieren:

  1. Dreams/Träume: Wie muss ein “richtig guter” Algorithmus aussehen, der Echokammern und Filterblasen sprengt? Welche Werte und Vorstellungen sollten die Grundlage bei der Konstruktion von Algorithmen bilden?

  2. Realities/Realitäten: Welchen Einfluss habe ich als Nutzer/in? Welche Verantwortung kann oder möchte ich übernehmen? Ist ein nachhaltiges Handeln in einer kommerziellen und gefühlt übermächtigen Plattformumgebung wie Facebook überhaupt möglich?

  3. Actions/Strategien: Mit welchen Tools und Tricks können wir die automatisierte Informationsauswahl aktiv beeinflussen, die Personalisierungsmechanismen nutzen und unsere Newsfeeds verbessern?

Unser Ziel ist es, gemeinsam Ideale mit der Wirklichkeit abzugleichen und zu überlegen, wie wir uns die vorhandenen Ressourcen kritisch und konstruktiv zu nutze machen können. Wir hoffen auf überraschende und vielfältige Ideen, die vielleicht auch erst einmal völlig abwegig erscheinen. In jedem Fall können wir die Strategien der anderen WorkshopteilnehmerInnen kennenlernen, unsere “Algorithm Awareness” schulen und den einen oder anderen Anstoß für unsere eigene Nutzung mitnehmen. Zielgruppe des Workshops sind daher alle, die Lust haben diese Mechanismen nicht nur zu kritisieren, sondern kreativ zu nutzen.

TeilnehmerInnen: max. 25