re:publica 25
26.-28. Mai 2025
STATION Berlin
Anne Lena Mösken, Franziska Pester
Jede dritte Person in Deutschland lebt in Städten mit weniger als 100.000 Einwohner*innen. Lokalzeitungen berichten dort, wo die Menschen sind. Nur sind diese Menschen oft nicht mehr bereit, Geld für eine gedruckte Zeitung zu bezahlen. Dafür gibt es Gründe, für die Lokaljournalist*innen nichts können: Sie kämpfen genau wie die überregionalen Medien gegen das “News-avoidance-Syndrom”, gegen den “Lügenpresse”-Stempel, gegen die Inflation und die gestiegenen Energiekosten, gegen den Spardruck in den Redaktionen.
Aber es gibt auch Gründe, für die können sie was: Denn Lokaljournalist*innen sind zwar vor Ort, aber oft trotzdem nicht nah genug dran an den Menschen. Herauskommen Provinzblätter voller blutleerer und mittelmäßiger Geschichten, die niemand lesen will.
Wir glauben, dass Lokaljournalismus nur dann eine Zukunft hat, wenn er es schafft, sich mit den Menschen auf Augenhöhe zu begeben und herauszufinden, was sie wirklich bewegt; wenn Lokaljournalismus nicht nur informiert, sondern unterhält, berührt und inspiriert.
Wie man lokale Geschichten erzählt, die Menschen lesen wollen, wie Daten dabei Orientierung geben und warum die Skandinavier*innen mal wieder in allem viel weiter sind als wir hier in Deutschland, darüber wollen wir mit euch sprechen. Und wir wollen darüber diskutieren, wie Lokaljournalismus heute wieder so relevant für junge Menschen und ihren Alltag werden kann, dass sie bereit sind, dafür zu bezahlen.