Jung, männlich, glücksspielsüchtig: Warum Sportwetten und Sportwetten-Werbung zunehmend zum Problem für unsere Gesellschaft werden

Sylvia Schenk, Tobias Dr. Hayer, Jost Peter, Konrad Landgraf

Zusammenfassung
Vor allem Live-Wetten bergen ein hohes Risiko für die Entwicklung einer Glücksspielproblematik. Getrieben wird das Ganze durch massive Werbeausgaben der Sportwetten-Industrie. Auf dem Podium wird das Thema aus Sicht der Fans, der Psychologie und der Spielmanipulation beleuchtet.
Atrium 2
Podiumsdiskussion
Deutsch
Conference

Die Digitalisierung hat viele Lebensbereiche verändert. Auch Sportwetten haben nicht mehr viel mit der TOTO-Fußballwette von früher zu tun. Sie sind durch die Digitalisierung quasi explodiert. Täglich gibt es Tausende verschiedene Möglichkeiten, auf Sportereignisse zu wetten. Die Anbieter werben massiv, um vor allem junge Männer zum Mitmachen zu animieren. Das Hobby Sportwetten endet jedoch oft in einer Glücksspielsucht mit finanziellem Ruin (oder noch schlimmer: im Suizid).

Auf dem Podium wird die Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet.

  • Aus Sicht der Fans: Was bedeutet es für die Fankultur, wenn fast jeder Profifußballverein und sogar DFL und DFB einen Sportwetten-Sponsor haben?
  • Aus Sicht der Psychologie: Welche Effekte hat Sportwetten-Werbung vor allem auf junge Menschen, deren Einstellungsmuster, Konsumabsichten und Spielbedürfnisse?
  • Aus Sicht der Spielmanipulation: Sind Sportler:innen, die selbst Probleme mit Sportwetten haben, empfänglich für Spielmanipulation?
Dr. Tobias Hayer
Leiter der Arbeitseinheit Glücksspielforschung (Universität Bremen)