re:publica 24
27.-29. Mai 2024
STATION Berlin
Die #MyBrainMyChoice Initiative organisierte voriges Jahr mehrere digitale Treffen, an denen Leute aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, Szenen, Regionen und Generationen sowie aus verschiedenen Regionen und Städten Deutschlands teilnahmen und sich über ihre Erfahrungen mit der Drogenprohibition austauschten. Die Beteiligten brachten ihr Wissen aus unterschiedlichen Fachgebieten und ihre Beobachtungen über die Auswirkungen der Strafverfolgung auf ihre eigenen Erlebnisse mit Drogen und/oder auf die Lebenswege nahestehender Personen aus dem Freundes- und Familienkreis ein. Hinter der strafrechtlichen Kriminalisierung verbergen sich im Schatten von Tabuisierung, Stigmatisierung und Illegalität gravierende Probleme der Gesundheitspolitik, des Jugendschutzes und der Einhaltung internationaler Menschenrechtskonventionen. Die aus den Treffen entstandenen 13 Forderungen beschreiben in 4 Abschnitten die notwendigen Elemente zur Entkriminalisierung von Personen, die illegale Drogen nehmen: Die Beendigung der Strafverfolgung, die Sicherung der Gesundheitsrechte, die Integration von Wissen und die Korrektur der Schäden. (www.entkriminalisierung.info)
Die Kriminalisierung ist ein komplexes Problem, das sowohl die Gesetzgebung als auch die Institutionen auf Bundes- und Länderebene betrifft und in das mehrere Ministerien, insbesondere das Gesundheits- und das Innenministerium, involviert sind. Es ist nicht nur wichtig, all diese Aspekte zu berücksichtigen, sondern auch die vielfältige Zivilgesellschaft an sehr unterschiedlichen Personen, die illegale Drogen nehmen, immer wieder zentral in die politischen Debatten und Gesetzgebungsprozesse proaktiv an den Tisch zu bringen. Mit unserer Kampagne für die Entkriminalisierung leisten wir diese Vorarbeit. JETZT ist der ideale Zeitpunkt, das nächste große drogenpolitische Thema vorzubereiten und mit allen nötigen Facetten, Perspektiven, Expertisen und Erfahrungen ins Gespräch zu bringen!
Die 13 Forderungen für die Entkriminalisierung von Personen, die illegale Drogen nehmen, wird von zahlreichen Organisationen aus Suchthilfe, Safer Use/Partying, Wissenschaft, Anti-Stigma-Arbeit und zivilgesellschaftlichen Interessensvertretungen unterstützt. (www.entkriminalisierung.info)