Geschichte twittern: Wie, was, wann?

Research & Education
re:publica 2014

Short thesis: 

Mit @9Nov38 haben wir es im vergangenen Herbst und Winter völlig unverhofft geschafft, eine fünfstellige Zahl von Twitter-Nutzern zur Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus und insbesondere den Novemberpogromen zu motivieren. Wir glauben als HistorikerInnen, dass der Spagat zwischen trockener Wissenschaft und populärer Nacherzählung noch zu verhandeln ist, um eine echte digitale "Public History" zu erreichen.

Description: 

Was wir mit @9Nov38 betrieben haben, war keine revolutionäre Neuerung. Ob Zweiter Weltkrieg, Untergang der Titanic oder Amtszeit John F. Kennedys, die Nacherzählung historischer Ereignisse über Twitter gibt es fast so lange wie das Medium selbst. Uns als (angehenden) HistorikerInnen war es aber wichtig, den Aspekt der guten wissenschaftlichen Praxis nicht aus den Augen zu verlieren. 

Ausgehend von der Beschreibung unseres Vorgehens möchten wir über die Chancen und Risiken von Twitter History reden, wir möchten über mögliche Weiterführungen des Projektes und ihre Herausforderungen in der Realität diskutieren und, wenn wir schon einmal aus dem Elfenbeinturm hinabgestiegen sind, auch mit NichthistorikerInnen ins Gespräch darüber kommen, ob der so schwierige Spagat für die nichtakademische Öffentlichkeit überhaupt die Relevanz hat, die wir ihm zumessen.

stage 3
Tuesday, May 6, 2014 -
15:00 to 15:30
German
Discussion
Beginner

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