"Wenn ich hier mal meinen Senf dazugeben dürfte?!" - zwischen Desinformation, Mansplaning und MentalLoad

Almut Schnerring, Sascha Verlan, Jan Großmann, Elisabeth Miess

Info
Senf dazugeben, das können heute ja alle, und so füllen sie die Kommentarspalten, gern unangemessen: Desinformation, HateSpeech, Getrolle. Aber wer ungefragt seinen Senf dazugibt, sollte sich auskennen! Wir nehmen's wörtlich, bringen unser Senfrezept, Zutaten +Kochplatte, sprechen über Mansplaining…
Performance / Intervention
German
Off Stage
Tisch, Blick von oben auf Utensilien, Topf und Herdplatte, Sascha gibt Senf dazu, Schubladen und Teller an der Wand im HG

Eine kulinarische Performance und Publikumsverköstigung

Senf dazugeben, das können heute ja alle, und so füllen sie die Kommentarspalten, ungefragt, oft unpassend, gern unangemessen: Desinformation und HateSpeech, Mansplaining, Getrolle und #tldr (too long; didn't read). Dabei sollte früher wie heute gelten: wer ungefragt seinen Senf dazugibt, sollte doch wenigstens wissen, wovon sie*er spricht!

Wir nehmen das wörtlich!
…bringen unser Rezept, Kochplatte und Zutaten mit, verköstigen die Teilnehmenden mit unsrem Senf im doppelten Wortsinn: wechseln zwischen Senf mit Brot und Dialog von der beschreibend-faktischen Ebene ins Metaphorisch-Diskursive, sprechen über Mansplaning und Care, über Action Cooking und Hausarbeit, über MentalLoad, Demokratie und die Folgen, die sich daraus ergeben, dass Männer nach ihren Potenzialen, Frauen aber nach ihren Fähigkeiten beurteilt werden.

Warum mit Senf?
Senf war zur Entstehungszeit der Redewendung im 17. Jahrhundert teuer. Er galt als edel, weshalb Gastwirte Senf dazugaben, um ihre Gerichte aufzuwerten, ungefragt und bisweilen auch geschmacklich fragwürdig. Mal schaun, wie euch unserer schmeckt.