Talkin' about a revolution: Wie die libertäre Rechte der Linken die Utopie geklaut hat

Korbinian Frenzel

Summary
Radikal anders denken. Alles in Frage stellen: den Staat und sowieso alle Autoritäten. War das nicht mal links? Warum kommt das Revolutionsversprechen heute so erfolgreich von rechts? Hat die Linke verlernt, groß zu denken? Und vor allem: outside the box?
Atrium 1
Talk
German
Conference

Macht kaputt, was euch kaputt macht. Der Sound linker WG-Küchen ist längst der Sound der libertären Rechten. Der Wunsch, mit dem "großen Wurf"  Veränderungen herbeizuführen, lebt heute viel mehr in der dystopischen Kraft der "Kettensäge" als in den Konzepten linksliberaler Kräfte. In diesem Impuls soll der seltsame Weg nachgezeichnet werden, wie der Wunsch nach radikalen Veränderungen auf die dunkle Seite der Macht gewechselt ist: Von der hippi-esken Hoffnung, die sowohl den Geist der neuen sozialen Bewegungen wie auch ursprünglich manch emanzipatorische Idee im Silicon Valley geprägt hat, hin zu Elon Musk und Donald Trump. Warum stehen sie für Veränderung - und die, die doch nach wie vor eine bessere Welt wollen, so sehr für die Verteidigung des Status quo? Wir wollen darauf schauen, wie Konzepte wie "Gegenöffentlichkeit" und die generelle Skepsis gegenüber "dem Staat" von links nach rechts gewandert sind. Ob die, die eine progressive Veränderung der Gesellschaft wollen, die Kraft der Utopie verloren haben. Und natürlich, wie sie sie zurückgewinnen können. 

Das Foto zeigt Korbinian Frenzel
Redaktionsleiter & Moderator