„1001 Nacht“ – die Erfindung des Cliffhangers

Julia Tieke

Summary
Jede Folge des Deutschlandfunk Podcasts „1001 Nacht“ endet mit einem starken Cliffhanger. Durch ihr kluges Storytelling überlebt die Erzählerin. Aber was macht „1001 Nacht“ heute noch interessant? Wie kann es als arabisch-deutscher Podcast klingen? Welche Fallstricke gibt es?
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Jeder kennt's, kaum einer hat's gelesen. „1001 Nacht“ gehört zur globalen Popkultur – und doch sind die meisten Geschichten unbekannt. Wir finden: „1001 Nacht“ ist die Mutter aller Serien, vielleicht sogar aller Podcasts. In der seriellen Erzählstruktur, den starken Cliffhangern und der mutigen Hauptfigur Schahrasad treffen sich Storytelling aus dem 10. Jahrhundert und Hörbedürfnisse des 21. Jahrhunderts.

Das Werk hat aber auch eine Geschichte voller stereotyper Darstellungen und orientalistischer Fantasien. Kann man „1001 Nacht“ im Jahr 2025 überhaupt noch adaptieren? Wir haben es gewagt, stellen das Ergebnis vor und diskutieren Fallstricke: Was geschieht mit einer Rahmenerzählung, in der ein grausamer Herrscher jeden Tag eine Frau töten lässt? Wie gehen wir mit Gottesgläubigkeit um? Wie machen wir die persisch-arabische Herkunft ohne Klischees hörbar?

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