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Das Kulturelle Gedächtnis und die digitalen Geisteswissenschaften

Short thesis

Das Kulturelle Gedächtnis, verstanden als generationenübergreifende, interaktionslose Kommunikation über aufgezeichnete kulturelle Äußerungen (Text, Musik, Malerei etc.), kann nur dann dauerhaft, nachvollziehbar und zuverlässig funktionieren, wenn der Kommunikationsfluss durch Gedächtnisinstitutionen organisiert wird. Gedächtnisinstitutionen pflegen das Kulturelle Gedächtnis durch den Aufbau eines Bestandes kultureller Äußerungen, ihre Bewahrung und Vermittlung an ...

Description

Wo das Internet zu einem Ort der blitzschnellen Vernetzung, des Austauschs von Nachrichten, der barrierefreien Interaktivität, des Kommentierens und Plauderns, aber auch des schnellen Zugriffs auf Information im beziehungslosen Nebeneinander geworden ist, bleiben die Gedächtnisinstitutionen (Bibliotheken, Archive, Museen und Mediatheken sowie Denkmal- und Städtebauliches Erbe) zuverlässige Räume des kulturellen Gedächtnisses und wirken je nach Bedarf als stabiler Vorratsspeicher von Informationen und als authentischer Echoraum und Ausgangspunkt für die Kommunikation mit vorangegangen Generationen. Vor allem sind sie physische Orte, an denen sich Menschen real begegnen und direkt austauschen können und an denen nicht nur der über eine kulturelle Objektiviation transportierte Inhalt, sondern auch die Materialität der kulturellen Äußerung erfahrbar ist. Im Digitalen fällt das weg. Aber auch das Digitale hat viele Vorzüge auch und insbesondere für die Wissenschaften. Die STM Wissenschaften brauchen eigentlich keine Bücher mehr und funktionieren ausschließlich digital. Die Geisteswissenschaften sind noch auf eine hybride Mediennutzung angewiesen. Viele Fragen stellen sich an der Schwelle und sollen mit Verantwortlichen für das Kulturelle Gedächtnis und Wissenschaftlern der Digital Humanities diskutiert werden. Macht mit und ergänzt die Liste der kontroversen Fragen! Bitte an: @elleneuler #rp17

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