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Twinning for Innovation - Enabling collaboration between Arab and German FabLabs

Short thesis

FabLabs sind nicht nur Orte kollektiven Lernens und kollektiver Kreativität und damit Keimzellen lokaler, demokratischer Innovationen, sondern auch Stätten kosteneffektiver Forschung und Entwicklung. Als solche müssen sie in die jeweiligen lokalen sozio-ökonomischen Strukturen eingebettet und mit der globalen (virtuellen) Gemeinschaft von FabLab-Initiativen in Austausch stehen und kooperieren. Doch funktioniert dieser Austausch? Und wie ist das mit FabLabs in sich entwickelnden oder von politischer Veränderung betroffenen Regionen im arabischen Raum? Wie gehen hier und dort (technische) Innovationen vonstatten? Wie ist der Impact solcher Initiativen einzuschätzen und wie können wir uns positiv einbringen und den Wissenstransfer zwischen den Initiativen fördern?

Description

Im Projekt „Twinning for Innovation“ (gefördert von der Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities) haben wir über 30 FabLabs in mehr als 13 (vornehmlich arabischen) Ländern besucht und untersucht, wie die FabLabs in ihre jeweiligen lokalen Communities eingebettet sind und wie bzw. ob sie global und regional miteinander in Austausch stehen und kooperieren.

FabLab-Initiativen unterscheiden sich je nach Kontext, Fokus, Kompetenzen und politisch-gesellschaftlicher Situation voneinander, teilen jedoch zumeist dieselben Ziele und Ideale. Gleichzeitig ist trotz der weitverbreiteten Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien und regelmäßig stattfindender Konferenzen und Meetings verhältnismäßig wenig Austausch und Kooperation zwischen den FabLab-Initiativen zu beobachten. Die Folge ist, dass das enorme Potenzial, das in der globalen FabLab-Bewegung steckt, nicht einmal ansatzweise abgerufen werden kann.

„Twinning for Innovation“ setzt an dieser Leerstelle an und versucht interkulturellen Austausch und Wissenstransfer so zu fördern, dass alle Beteiligten davon profitieren. Die wesentlichen Ziele des Projektes sind demnach:

  1. Wissens- und Technologietransfer über Gesellschafts- und Landesgrenzen hinaus zu ermöglichen
  2. Beteiligung und Befähigung (empowerment) der Bürger
  3. Langfristig Keimzellen für Innovation, gemeinsame Wertschöpfung und demokratische Entwicklung zu schaffen.

Teil des Projektes ist auch die Make a Difference Idea Challenge (make-a-difference.info), deren Ziel es ist, Kreativität, Offenheit und Wissensaustausch zwischen Makern, FabLabs, IngenieurInnen, DesignerInnen und anderen EntwicklerInnen weltweit zu fördern und Projekte mit sozialer und ökologischer Relevanz zu unterstützen.

Speakers