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The United Nations of Internet

Short thesis

Das Internet gehört heute mächtigen Unternehmen. Dies birgt Missbrauchspotential, da Zugang zum - ganzen - Internet heute eine wesentliche Voraussetzung für die Wahrnehmung demokratischer Rechte darstellt. Das Internet sollte deswegen niemandem gehören. Es sollte eine gemeinsame und gemeinsam bewirtschaftete Ressource der Menschheit darstellen wie der Weltraum und der Meeresboden. Verwalten könnte eine zu gründende Behörde der United Nations.

Description

Das Internet gehört heute mächtigen Unternehmen. Sie stellen eine Infrastruktur bereit, die sie gegen Geld zur Verfügung stellen. Da Vertragsfreiheit besteht, können sie Personen ausschließen wie jede Diskothek. Dies war für demokratische Prozesse unproblematisch, solange volle demokratische Partizipation auch abseits des Internets möglich war. Heute ist dies aber nicht mehr so, wie etwa der Arabische Frühling zeigt. Auch in Deutschland spielt sich ein erheblicher Teil des demokratischen Prozesses in Form lebhafter Diskussionen im Internet ab. Wer nicht online ist, partizipiert faktisch weniger.

Partizipationsmöglichkeiten sollten aber nicht in den Händen weniger privater Unternehmen liegen. Es ist sinnvoll, dass eine demokratisch legitimierte Institution darüber wacht. Dies könnte im grenzenlosen Internet eine Organisation der United Nations sein, ähnlich wie dies bei der Verwaltung des Meeresbodens bereits heute praktiziert wird. Doch ist es wirklich sinnvoll, dass das Internet als Raum überhaupt in privaten Händen liegt? Es gibt schließlich interessante Vorbilder für gemeinsame Ressourcen der ganzen Menschheit wie den Meeresboden oder das Weltall. Sie gehören niemandem, wobei dies private Nutzung nicht ausschließt.

In der Session "The United Nations of Internet" sollen nach einem kurzen Auftaktvortrag von nicht mehr als 15 Minuten die Probleme und Lösungsansätze für eine solche Lösung diskutiert werden.

Speakers