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Zebrabutter – Ein basisdemokratisches experimentelles Online Magazin

Short thesis

Im Jahr 2015 gründeten Jan Fischer und Merlin Schumacher das Online-Magazin Zebrabutter. Es soll eine Plattform jenseits von Reddit-Recycling, fiesem Clickbait und SEO-Einheitsbrei sein, die für fundierte, intelligente Meinungen und formale Experimente steht. Inzwischen hat Zebrabutter fast dreißig Autoren. Die Redaktionsarbeit ist basisdemokratisch und transparent organisiert. Themen und Texte werden online diskutiert und koordiniert.

Description

Die Idee von Zebrabutter hatte zunächst nichts mit basisdemokratischer Organisation zu tun, wir sind da so reingerutscht. Denn es erschien uns gut und richtig, dass, wenn wir unsere Autoren schon nicht bezahlen können, wir ihnen wenigstens die Möglichkeit der Mitbestimmung geben. Diese Mitbestimmung hat sich zum Herz von Zebrabutter entwickelt.

Es gibt keine Deadlines, jeder arbeitet je nach zeitlichem Budget und Leidenschaft. Zebrabutter ist so und wird so wie wir alle das wollen – gemeinsam. Problematische Themen wie der Umgang mit den #ParisAttacks werden ausführlich diskutiert und führten in diesem Fall zur Veröffentlichung der internen Diskussion.

Wir lassen uns alle Freiheiten: Von klassischen Leitartikeln über Podcasts, Videos und Webcomics finden sich alle Formate, von Literatur bis Sex alle Themen. Gemacht wird, was fehlt und gefällt.

Die Freiheit und die basisdemokratische Organisation funktioniert. Texte werden schnell und effizient diskutiert, ohne konkrekte Vorgaben sprießen die wunderlichsten, experimentellen Arbeiten hervor. Die Redaktion ist sich noch nie physisch begegnet, dennoch hat sich eine eingeschworene Gruppe gebildet.

Und statt an den an jeder Ecke wiederholten Clickbait, uralte reddit-Diskussionen und imgur-Bildchen wiederzukäuen oder auf Millenial-Massenkompatibiltät optimiert zu sein, ist Zebrabutter dadurch kantiger. Nicht alles ist immer für jeden, aber für jeden ist was dabei.

Inzwischen fanden Artikel von Zebrabutter Erwähnung in der Süddeutschen (Gesichter der Provinz), dem BILDBlog (Flüchtlinge aus der DDR: Zeltstadtbilder), dem NDR (Warum das Löschen der Google Maps Karte von Flüchtlingsunterkünften nichts bringt). Die Leserzahlen wachsen stabil, die Autoren sind weiterhin involviert in die Entwicklung der Formate und des Formats Zebrabutter. Wir hoffen in Zukunft unsere Basis an Autoren zu vergrößern, und mit Hilfe von Förderungen, Investoren oder anderweitiger Einnahmen eine Möglichkeit der Entlohnung der Autoren zu etablieren.

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