Ceci n'est pas un tweet - Vom Lustigsein in 140 Zeichen

Arts & Culture
re:publica 2015

Short thesis: 

Lustigsein auf Twitter funktioniert nur vor dem Hintergrund eines geteilten (pop)kulturellen Hintergrunds, ungeschriebenen Gesetzen und bekannten Memes, kurz: Weil wir uns so ähnlich sind und uns darauf verlassen können, dass die Tweetleser genug Hintergrundwissen haben, um alles, was auf 140 Zeichen nicht gesagt werden kann, selber zu ergänzen.

Description: 

Tweets sind vielseitig einsetzbar Vor allem können Tweets aber eins: Lustig sein.

Dabei ist es gar nicht selbstverständlich, dass lustige Tweets funktionieren. Auf 140 Zeichen so amüsant zu sein, dass nicht nur man selber, sondern auch andere Leute darüber lachen können, funktioniert oft nur, weil wir vor dem gleichen (pop)kulturellen Hintergrund sozialisiert wurden, in der viel beschworenen Filterblase einen ganzen Katalog von Memes und ungeschriebenen Gesetzen angehäuft und generell viel mehr gemeinsam haben als wir vielleicht denken. Nur deswegen kann ich mich darauf verlassen, dass die Tweetleser das nötige Hintergrundwissen haben, um alles nicht Gesagte selber ergänzen zu können.

In dem Vortrag “Ceci n’est pas un tweet” versuche ich, an Beispielen immens lustiger (und weniger lustiger) Tweets klarzumachen, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit Lustigsein in 140 Zeichen funktioniert.

Eventuell male ich Venn-Diagramme, um dem höchst wissenschaftlichen Anspruch des Vortrags gerecht zu werden. Vor allem aber wird es viele lustige Tweets als Beispiele geben, so dass sich das Kommen auf jeden Fall lohnen wird.

STG-8
Tuesday, May 5, 2015 -
20:15 to 20:45
German
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Beginner

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Softwareentwicklerin