“HoGeSa, Pegida, Pegaga” – Vernetzungsstrategien von Neonazis und Wutbürgern in den Sozialen Netzwerken

Politics & Society
re:publica 2015

Short thesis: 

Pegida ("Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes") mobilisierte wochenlang mehrere Zehntausend Menschen von Facebook aus auf die Straßen, in Dresden, Deutschland und mehreren europäischen Ländern. Es ist das wichtigste Phänomen einer neuen rechten Massenbewegung, die sich in den letzten Jahren im Netz herausgebildet hat. Im Input berichten Referentinnen der Amadeu Antonio Stiftung über die rechte Vernetzung in Sozialen Netzwerken und was die Netzgemeinde dagegen tun kann.

Description: 

Bereits seit den 1980ern nutzen Nazis und andere rechte Gruppen das Netz für Hetze, Mobilisierung und Rekrutierung. Mit der Mainstreamisierung der Sozialen Netzwerke in den letzten Jahren hat sich das Problem verschärft, da organisierte Nazis mit anderen gesellschaftlichen Gruppen, die der Kameradschaftsszene bisher eher fremd waren, besser, leichter und effektiver in Kontakt kommen.

Die Schlagkraft der HoGeSa- und Pegida-Demonstrationen der letzten Monate ist ein erster Ausbruch dieser Entwicklungen. Beobachten können wir hierbei auch Vernetzungseffekte in ganz Europa. Pegida mutiert zu einem Exportschlager in Europa. Zumindest im Netz.

Die Amadeu Antonio Stiftung beobachtet seit Jahren rechte Vernetzung und Agitation im Netz und hat mit Netz-gegen-Nazis.de, Fussball-gegen-Nazis.de und No-nazi.net Projekte geschaffen, die ein umfangreiches Bild dessen zeichnen können, was im Netz passiert. Außerdem sollen Möglichkeiten des Engagements aufgezeigt werden, die von Facebookseiten wie pegida#watch bis hin zur counterspeech im Netz reichen. In der Diskussion mit den re:publica Besucherinnen und Besuchern sollen Strategien evaluiert und verbessert werden.

STG-9
Tuesday, May 5, 2015 - 17:45 to 18:15
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