#rp26-Sprecherin Annette Zimmermann: KI demokratisieren, Broligarchie bekämpfen

Die Macht über KI konzentriert sich derzeit in den Händen einiger weniger „Tech-Broligarchen“. Die Forscherin spricht darüber, wie wir das gemeinsam ändern können.
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Foto von Annette Zimmermann

Inzwischen setzen viele Menschen „künstliche Intelligenz“ begeistert in ihrem Alltag ein. Allerdings bedeutet der breite Zugang zu generativer KI nicht automatisch, dass wir tatsächlich mitbestimmen können, wie die Technologie entwickelt und eingesetzt wird.

Wir sehen uns einer enormen Konzentration von Macht, Reichtum und Informationen in den Händen einiger Weniger gegenüber. Die größtenteils US-amerikanischen und zunehmend antidemokratischen „Broligarchen“ profitieren davon, dass die mit KI verbundenen Risiken weit gestreut sind.

Dieses Ungleichgewicht ist alles andere als demokratisch – und erfordert eine kollektive Reaktion. Annette Zimmermann zeigt auf der re:publica 26, wie wir neue, kreative Wege finden können, um KI gemeinsam zu gestalten: Wie können „demokratische Innovationen“ aussehen? Wie können wir Entscheidungsprozesse weiterdenken, die über bloße Abstimmungen oder endlose Debatten hinausgehen?

Annette Zimmermanns Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen politische Philosophie der KI und KI-Ethik, Demokratietheorie, soziale Erkenntnistheorie und Wissenschaftsphilosophie. Im akademischen Jahr 2025/26 hat sie den Interimslehrstuhl für Politische Philosophie an der Universität Bayreuth inne und ist Forschungsstipendiatin am Weizenbaum-Institut Berlin. Annette Zimmermann ist Assistenzprofessorin für Philosophie an der University of Wisconsin-Madison und assoziierte Professorin am Institut für Statistik. Ihr erstes Buch „Democratizing AI“ erscheint im Mai 2026. Sie berät politische Entscheidungsträger, die sich mit aktuellen ethischen und politischen Fragen im Zusammenhang mit KI und anderen Technologien befassen.