Endlich hört uns jemand zu! Wir fragen – Tausende erzählen von ihren Erfahrungen

Pia Siber, Miriam Lenz

Summary
Gesellschaftliche Missstände werden oft anhand von Einzelfällen erzählt. Mit unseren Beteiligungsrecherchen zeigen wir das System dahinter und lassen die Betroffenen selbst erzählen. So werden Strukturen sichtbar und der Druck auf politisch Verantwortliche wächst.
Atrium
Talk
German
Conference

Wir berichten, wie wir bei unseren Recherchen zum Kitanotstand und Schwangerschaftsabbrüchen über Umfragen mit Betroffenen ins Gespräch kamen und wie das unsere journalistische Arbeit bereichert.

Bei beiden Themen standen wir vor der Herausforderung, die Erlebnisse der Betroffenen sichtbar zu machen, ohne nur über Einzelne zu berichten. Über unser Umfrage-Tool, den Crowd-Newsroom, ist uns das gelungen. Durch die Erfahrungsberichte von tausenden Betroffenen konnten wir systematisch erfassen, welche Missstände es gibt und wie sie sich konkret auswirken.

Die Reaktionen der Teilnehmenden zeigen, wie wichtig diese Art der Berichterstattung ist. Viele erlebten unsere Beteiligungsrecherche als Möglichkeit, zum ersten Mal gehört zu werden und ihre teilweise dramatischen Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu bringen. Sie waren froh, dass ihnen endlich jemand zuhört. Durch diese Art der Recherche ist es möglich, neue Zugänge zu Betroffenen zu finden, vielfältige Perspektiven aufzuzeigen und diesen eine journalistische Bühne zu bieten.

Pia Siber, Engagement Reporterin bei CORRECTIV.Lokal
Engagement Reporterin
CORRECTIV.Lokal-Reporterin Miriam Lenz
Reporterin