Zwischen WLAN und Wohnblock: Wie digitale Teilhabe Sozialräume verändert

Philipp Dilger , Irina Kuster , Matthias Schug

18.05.2026 18:45–19:15
Atrium 1
German
Workshop
Politics & Society
#Zivilgesellschaft #Common good #Teilhabe & Zugang
Digitale Teilhabe verändert, wie Nachbarschaften sich organisieren und unterstützen. Gleichzeitig sind Menschen in herausfordernden Wohnverhältnissen auch im Digitalen besonders benachteiligt. Daher verteilen wir ein fiktives Budget für digitale Teilhabe und geben Einblicke in Praxisprojekt aus Caritasverband und AWO.

Digitale Teilhabe bedeutet, digitale Technologien sicher und selbstbestimmt nutzen zu können – als Voraussetzung für gesellschaftliche, kulturelle und politische Beteiligung.  Im sozialen Raum wird sie zur Ressource: Nachbar*innen können sich informieren, vernetzen und neue Formen der Mitbestimmung erproben. Doch digitale Teilhabe ist keine Selbstverständlichkeit. Unterschiede in Ausstattung, Kompetenzen und Zugängen verschärfen soziale Ungleichheiten. Sichtbar wird das im Alltag, wenn sich Menschen an einem offenen WLAN versammeln. Unsichtbar sind Rückzug und Einsamkeit, wenn Angebote fehlen und Menschen abgehängt werden. In unserer Session verwalten wir gemeinsam ein fiktives kommunales Budget und diskutieren, welche Maßnahmen im Quartier wirklich Wirkung entfalten. Wir teilen Erfahrungen aus Projekten wie Carikom (Caritasverband Augsburg) und DigiTeilhabe (AWO Bundesverband), die zeigen, wie digitale Tools und niedrigschwellige Angebote zur digitalen Befähigung lokale Netzwerke und soziale Räume stärken können.