KI in Arbeit – Künstliche Intelligenz für Gute Arbeit nutzen
Vanessa Barth , Verena Nitsch , Frank Remers , Sven Oswald
Letztlich geht es bei KI um Optimierung – und die Frage, was eigentlich optimiert werden soll – oder wer? Außerdem: Geht es nur ums Geld? Sollten wir nicht die Welt besser machen; auch die Arbeitswelt? Wir finden: ja. Denn es gibt Probleme genug. Fragt man die Beschäftigten, dann hört man vor allem eins: der Takt wird schneller. Die Arbeitsbelastungen steigen – auch durch die Digitalisierung.
Wir wollen eine Optimierung für mehr Gute Arbeit: High Tech als Unterstützung zur Entlastung der Beschäftigten. Das ist anspruchsvoll, aber nötig.
Es gilt also, die Potentiale von KI zu nutzen: Gute Arbeit ist nicht nur Anspruch aus der gewerkschaftlichen Echokammer, sondern wird zur Unabdingbarkeit in Zeiten neuer Knappheiten – vor allem durch den Fachkräftemangel der Zukunft. Es geht darum, die Möglichkeiten der Digitalisierung so einzusetzen, um die Beschäftigten zu unterstützen, Belastungen zu reduzieren und menschliche Arbeit aufzuwerten: Damit kann auch ein erheblicher Beitrag geleistet werden, um den Herausforderungen des Fachkräftemangels zu begegnen.
Dafür braucht es neue Wege: beteiligungsorientiert und präventiv. Der DGB hat dazu im Jahr 2020 „Gute Arbeit by design“ vorgeschlagen. Gemeinsam mit den Beschäftigten bedeutet: nicht nur „mitnehmen“, sondern die eigene Zukunft gestalten.
Einige Pioneers – Unternehmen und Verwaltungen – haben sich auf den Weg gemacht und setzen solche oder ähnliche Ansätze um – mit Erfolg. Eine Breitenwirkung ist allerdings noch nicht zu erkennen. Genau das wollen wir ändern: Durch eine stärkere Vernetzung und indem wir zeigen, wie es geht: Am konkreten Use Case wollen wir lernen und diskutieren, welche Instrumente gebraucht werden, damit die Breite der Beschäftigten davon profitieren kann.
Auf dem Panel wollen wir dazu ins Gespräch kommen.