„Zwangsräume. Antisemitische Wohnungspolitik in Berlin“ – partizipatives Forschen und aktives Erinnern im Web und in der Stadt

Astrid Homann , Akim Jah

German
Education & Learning
#Activism #„Zwangsräume. Antisemitische Wohnungspolitik in Berlin“ – partizipatives Forschen und aktives Erinnern im Web und in der Stadt #„Zwangsräume. Antisemitische Wohnungspolitik in Berlin“ – partizipatives Forschen und aktives Erinnern im Web und in der Stadt
Ein Person hält ein Smartphone, auf dem Screen ist ein blauer Grundriss und eine Adresse.
Info
Wusstet ihr, dass Jüdinnen:Juden ab 1939 systematisch in Zwangswohnungen untergebracht wurden? Wir spazieren zu einem dieser Orte in der Hornstraße 23 (Fußweg ca. 10 Min.) und diskutieren aktivierende und digitale Erinnerungsarbeit.
29.5.2024 / 16.00 Uhr / Treffpunkt: Info Point, Eingang Halle 3

Zwischen 1939 und 1945 musste fast die Hälfte der jüdischen Bevölkerung Berlins ihre Wohnungen verlassen und in Wohnungen ziehen, in denen bereits andere jüdische Mieter:innen lebten. Mindestens 791 dieser sogenannten „Judenhäuser“ mit Zwangswohnungen gab es im ganzen Berliner Stadtgebiet – Tür an Tür mit nichtjüdischen Nachbar:innen (apropos „who cares?“). Zumeist waren diese „Zwangsräume“ der letzte Wohnort vor der Deportation und Ermordung.
In einem groß angelegten Citizen Science-Projekt haben Menschen, die heute in den betroffenen Häuser wohnen, zusammen mit Historiker:innen die Geschichte dieser „Zwangsräume“ untersucht, die bestehende Forschungslücke geschlossen und in einer digitalen Ausstellung veröffentlicht – begleitet von temporären sowie bleibenden physischen Interventionen im Berliner Stadtraum. Damit wird die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus, die bis heute Spuren im gesamten Berliner Stadtraum hinterlassen haben, konkret vor Ort und im Web aufrechterhalten: https://zwangsraeume.berlin/de