Ein Paradigmenwechsel von Kapital zu Liebe

Emilia Roig

Summary
Ohne die Arbeit der Liebe bricht alles zusammen – allerdings räumen wir ihr keinen zentralen Stellenwert ein. Die Autorin und Politikwissenschaftlerin Emilia Roig wird darüber sprechen, wie wir Care-Arbeit in die Mitte der Gesellschaft rücken können und wie eine Vision für die Zukunft aussehen kann.
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Emilia Roig ist überzeugt davon, dass wir einen radikalen Paradigmenwechsel brauchen, der Care über Kapital stellt. Fürsorgearbeit wird weltweit vorrangig von Frauen erledigt, was nicht nur Folgen für ihre Rente, sondern auch für den Arbeitsmarkt hat. Diese ungleich verteilte unbezahlte Arbeit sei auch „eine der hartnäckigsten Bremsen für die Gleichstellung der Geschlechter“, erklärte die Organisation UN Women Deutschland. Bezahlte Care-Arbeit finde zudem meistens im Niedriglohnsektor statt. Frauen arbeiten insgesamt mehr Stunden als Männer, wenn wir bezahlte und unbezahlte Arbeit zusammenrechnen. Für diese Tatsachen gibt es einen Indikator: Den Gender Care Gap. Emilia Roig wird außerdem Zusammenhänge herstellen, was die Ehe als Institution damit zu tun hat.

Im Anschluss an die Session wird eine Signiersession (14.20-14.35 Uhr) mit Emilia Roig zu ihren Büchern "Why We Matter. Das Ende der Unterdrückung" & "Das Ende der Ehe. Für eine Revolution der Liebe" am Dussmann-Büchtertisch stattfinden.