re:publica 25
26th-28th May 2025
STATION Berlin
Sexarbeit und Pornografie sind gesellschaftspolitisch umkämpfte Themen. Während manche Sexarbeiterinnen vor sich selbst „retten“ wollen, fordern andere ein „sauberes“ Internet ohne Erwachsenen-Inhalte. Eine weitere Fraktion setzt sich für Ausweispflicht im Netz ein.
Die Produktion erotischer Inhalte hat sich verändert: Dank des Internets gibt es eine neue Form der Selbstermächtigung bei der Erstellung und Verbreitung von Inhalten – große Studios und der männliche Blick verlieren an Einfluss.
Doch die Realität bleibt ernüchternd. Social-Media-Plattformen mit prüden, US-geprägten Richtlinien bestrafen Inhalte zur Sexarbeit mit Shadowbans und Löschungen. Auch freie Plattformen wie das Fediverse stehen sexpositiven Instanzen oft feindlich gegenüber. Hinzu kommt, dass moralische Werte, die Investoren diverser Bezahldienstleister einbringen, dafür sorgen, dass Sexarbeitende von wesentlicher Infrastruktur ausgeschlossen und auf wenige Plattformen beschränkt werden.
Im Vortrag soll die Perspektive einer Huren und Contentcreator*innen gezeigt werden, und einladen, Filterregeln und Moral im digitalen Raum kritisch zu hinterfragen.