Wissenschaft im Visier: Wie resilient sind Hochschulen gegenüber rechts-autoritären Angriffen?

Joschka Selinger , Anne Gräfe , Geraldine Rauch , Daphne Büllesbach

18.05.2026 13:45–14:45
Speak Up / Rede mit
German
Panel
Science & Technology
#Recht #Vibe Shift #Demokratie #Polarisation
Rechts-autoritäre Kräfte setzen Hochschulen zunehmend unter Druck – über Parlamente, Budgets und Neutralitätsdiskurse. Auch in Deutschland nehmen politische Eingriffe zu. Das Podium diskutiert, ob Hochschulen darauf vorbereitet sind und wie sie demokratisch resilient bleiben.

Hochschulen und Wissenschaft sind in Zeiten demokratischer Verunsicherung neuen Risiken ausgesetzt. Rechts-autoritäre Kräfte greifen zunehmend in Forschung und Lehre ein – selten offen repressiv, meist über parlamentarischen Druck, Haushaltssteuerung, Diskursverschiebungen oder die strategische Berufung auf „Neutralität“. Die Folgen sind schleichend: Selbstzensur, institutionelle Verunsicherung und die Erosion demokratischer Grundwerte.

Diese Dynamiken sind auch in Deutschland längst präsent. Mit den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wird zudem ein Szenario realistischer, in dem eine Regierungsbeteiligung der AfD direkte Folgen für Hochschulautonomie und Wissenschaftsfreiheit haben könnte.Vorbereitung, gemeinsame Strategien und ein politisches Instrumentarium fehlen vielerorts. 

Hier setzt die Initiative Demokratische Wissenschaft an. Sie befähigt Hochschulen autoritäre Eingriffe frühzeitig zu erkennen und Resilienzstrategien zu entwickeln.

Das Podium bringt mit Dr. Anne Gräfe, Dr. Geraldine Rauch und Joschka Selinger Perspektiven aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen.