re:publica 25
26.-28. Mai 2025
STATION Berlin
Die Aktivist*innen des Zentrums für Politische Schönheit (ZPS) sind überzeugt: Deutschland muss aus der eigenen Geschichte nicht nur lernen, sondern auch handeln. Denn Gedenken heißt Kämpfen. Diesem Ziel stünden innerhalb der deutschen Zivilgesellschaft jedoch die Wiederholung politischer Teilnahmslosigkeit, die Abwehr von Hilfesuchenden und Feigheit entgegen.
Durch zahlreiche Interventionen wurde das ZPS für seine Aktionskunst bekannt – vom Bau eines Shoah-Mahnmals vor dem Haus von Björn Höcke bis zur Gründung des fiktiven Flyerservice "Hahn" im Bundestagswahlkampf 2021, bei dem letztlich 72 Tonnen Flyer der AfD im Müll landeten. Ihr nützlichste Werkzeug dabei? Das bleibt die Fiktion.
Auf der #rp25 präsentieren der "Eskalationsbeauftragte" Stefan Pelzer und der Aktionskünstler Philipp Ruch "Sach- und Lachgeschichten" - darunter auch zu ihrem neuen Projekt, den Adenauer SRP+, einem umgebauten Gefängnistransporter, der beim Bundesparteitag der AfD in Riesa seinen ersten Auftritt hatte. Bei diesem Talk werden auch die Teilnehmenden der re:publica lernen, wie sie zu Kompliz*innen werden können.
Stefan Pelzer ist Eskalationsbeauftragter beim Zentrum für Politische Schönheit und kümmert sich bei den Aktionen vor allem darum, dass es "ausreichend Stress gibt" und die Zuschauer*innen auf ihre Kosten kommen.
Philipp Ruch ist Philosoph und Aktionskünstler. Er ist Mitgründer des Zentrums für Politische Schönheit und bezeichnet sich selbst als "moralischen Hardliner". Zuletzt erschienen ist sein Buch: "Es ist 5 vor 1933" – darin widmet sich Ruch der Frage, wozu die AfD fähig ist und was sie mit Deutschland vorhat.