re:publica 25
26.-28. Mai 2025
STATION Berlin
Zwei Lügen, eine Wahrheit:
- Jugendliche werden immer depressiver.
- Am traurigsten sind die 50-jährigen.
- Es gibt einen Zusammenhang von Mediennutzung und Depressivität für eine der beiden Gruppen.
Unterscheiden sich die Generationen eigentlich signifikant im Hinblick auf ihre Mediennutzung? Wo sind die Begriffe der digitalen Transformation und der „Gen XYZ“ ewiges Mantra oder Marketing-Gag – und wo passiert wirklich etwas? Auf der #rp25 wird Sabine Trepte Stereotype über alle Generationen entlarven und darauf eingehen, warum so stereotypisch über Medien gesprochen wird – und vielleicht auch gesprochen werden muss.
Sabine Trepte versucht damit, das Bild unserer Gesellschaft etwas komplexer zu machen; weil es wissenschaftlich richtig ist, spannender und weil wir das vom Alpha bis zum Boomer allen schuldig sind. Dabei bleibt eines vielleicht doch für alle gleich: das Neueste vom Neuesten ist heute schnell wieder alt. Themen wie Konsumismus und Materialismus betreffen uns besonders, wenn es um soziale Medien und die Generationen X, Y und Z geht – denn soziale Medien funktionieren heute zunehmend als „soziale Supermärkte“. Medienkompetenz bedeutet in diesem Fall auch zu verstehen, wie wir in diesem Umfeld auf unsere Kosten kommen.
Sabine Trepte ist Professorin für Kommunikationswissenschaft und Medienpsychologie an der Universität Hohenheim in Stuttgart. Sie forscht zu Fragen der Identität, Privatheit, sozialer Unterstützung und des Wissenserwerbs in sozialen Medien und ist gefragte Expertin in Medien wie FAZ, SZ, Spiegel, Tagesschau, DLR und New York Times. Für ihre Arbeiten hat sie bereits viele Preise gewonnen. Darüber hinaus ist Sabine Trepte Autorin und Herausgeberin von über 100 Fachartikeln und zehn Büchern.
Die re:publica 25 steht unter dem Motto „Generation XYZ“. Was ist deine Botschaft für zukünftige Generationen in Bezug auf die digitale Gesellschaft?
Sabine Trepte: „Viel mehr Plattformregulierung und ein bisschen weniger Gier, bitte. So kriegen wir hin, dass soziale Medien cool, lustig und politisch bleiben; ein Ort für Unterhaltung und Wissenserwerb, für Identität, Aktivismus und soziale Unterstützung.“