Nachhaltigkeit auf der re:publica

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Nachhaltigkeit

Die re:publica ist seit jeher ein Ort für Engagement und Verantwortung, für Emanzipation und Empathie in der (digitalen) Gesellschaft. Als etablierte Großveranstaltung sind wir uns auch unserer besonderen Verantwortung bewusst und wollen unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft leisten – in Programm und Produktion.
Im Rahmen unseres Veranstaltungskonzeptes fragen wir uns, wie Menschen die gesellschaftlichen und planetaren Grenzen beherzigen und innerhalb dieser wirken können. Wir zeigen Handlungsoptionen auf, nachhaltiger zu leben, Digitalisierung sozial und ökologisch zu gestalten und mit Technologie nachhaltige Zielsetzungen voranzutreiben. Wir stellen Projekte vor, die ein besseres Miteinander ermöglichen und Ausgrenzung bekämpfen.
Die re:publica befindet sich auch in der Veranstaltungs-Produktion seit vielen Jahren auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Wir testen Recycling- und Upcycling-Konzepte, arbeiten an Barrierearmut, an Strategien für mehr Energieeffizienz und Abfallvermeidung. Von kurzen Wegen über wiederverwertbaren Messebau- und Ausstattungsgegenständen bis hin zu vegan und vegetarischem Catering und Mietmobiliar – an vielen Stellen sind wir schon auf dem richtigen Weg. Aber es gibt noch einiges zu tun. Packen wir es an!

Nachhaltigkeit verstehen wir als ein ganzheitliches Konzept, das unser Handeln und Denken bestimmt, um die sozial-ökologische Transformation mitzugestalten. Weil das nicht immer einfach ist, wir oft genug scheitern, selbst noch einiges lernen müssen, vor allem aber transparent sein möchten, dokumentieren wir ab jetzt auf dieser Seite und auf unseren Social Media-Kanälen, was wir bisher an nachhaltigen Maßnahmen umgesetzt haben und teilen unsere Gedanken, Ideen und Erkenntnisse mit euch.

Wir freuen uns über einen offenen Austausch mit euch. Denn nur so können wir uns verbessern und ein Festival entwickeln, das Nachhaltigkeit in allen Dimensionen abbildet.

Ihr habt Fragen, Ideen und Anregungen: Dann schreibt uns an nachhaltigkeit (at) re-publica.com

Die re:publica ist eine Veranstaltung aus Berlin, die in diesem Jahr in und auf dem Gelände der Arena Berlin und dem Festsaal Kreuzberg und damit im Herzen der Stadt stattfindet.

  • Wir möchten mit unserer Veranstaltung zur Wiederbelebung des Areals rund um die Arena Berlin und den Festsaal Kreuzberg beitragen. Dafür kooperieren wir mit Anrainer-Clubs und lokalen Initiativen wie dem Flutgraben e.V.. 
  • Gemeinsam mit den Veranstaltungsorten entwickeln wir Maßnahmen, um unsere Events so umweltfreundlich und sozial wie möglich zu produzieren. Wir arbeiten für die Umsetzung unserer Veranstaltung mit lokalen Dienstleister*innen und inhaberbetriebenen Unternehmen zusammen. Viele begleiten uns seit mehreren Jahren, teils seit der ersten Veranstaltung.
  • Berliner Akteure und Institutionen haben ihren festen Platz im Programm ebenso wie Berliner Stadtthemen.

Die re:publica lebt von Begegnungen – den geplanten ebenso wie von den zufälligen: Bei unserer letzten analogen Ausgabe 2019 kamen 950 internationale Sprecher*innen aus über 70 Ländern und wir zählten an den drei Konferenztagen insgesamt 25.000 Besuche. So sehr wir diese Zahlen lieben, müssen wir unsere Treibhausgasemissionen im Bereich Mobilität senken. Starke Hebel dafür sind Transportfahrten im Rahmen der Produktion und Anreise der Teilnehmer*innen und Sprecher*innen.

  • Die Veranstaltungsorte der re:publica sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht und gut erreichbar. 
  • Wir empfehlen unseren Teilnehmer*innen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Wir schaffen keine neuen oder zusätzlichen Parkplätze.
  • Sprecher*innen reisen innerhalb von Deutschland und im Idealfall auch innerhalb von Europa mit der Bahn an. 
  • Wir arbeiten gezielt mit Dienstleistern aus Berlin und Umgebung zusammen, um die Transportwege möglichst kurz zu halten.
  • Ein Großteil der Sprecher*innen und Akteur*innen kommt aus Berlin oder der Umgebung von Berlin. 
  • Car‐ und Bike‐Sharing-Stationen liegen in der Nähe des Festivalgeländes.
  • Ladestationen für Elektroautos sind in der Nähe des Veranstaltungsortes vorhanden.
  • Unser Lager befindet sich in der Nähe des Festival-Geländes. Auch hier ist der Anfahrtsweg kurz.
  • Hotels für Crew und Sprecher*innen sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln an die re:publica angebunden, einige davon in Laufnähe.
  • Die re:publica Crew fährt in der Mehrzahl mit Fahrrad und dem ÖPNV zum Gelände.

Veranstaltungen sind energieintensiv. Darum ist ein zentrales Ziel der Nachhaltigkeitsmaßnahmen für die #rp22 den Energieverbrauch zu senken und dort zu vermeiden, wo es möglich ist.

  • Die Arena Berlin nutzt Ökostrom.
  • Der Server der re:publica wird mit Ökostrom betrieben. 
  • Beleuchtung stellt einen großen Faktor für den Energieverbrauch bei einer Veranstaltung dar. Darum bauen wir den Einsatz von LED-Technologie weiter aus. Das ist sehr kostenintensiv und kann nur sukzessive erfolgen. 
  • Wenn möglich, arbeiten wir mit Tageslicht. Für den Juni hoffen wir auf lange Sonnenstunden und freuen uns auf Sommerabende im Freien. 
  • Wir prüfen derzeit, ob wir an den Veranstaltungstagen Energie aus alternativen Quellen gewinnen können – etwa durch mobile Solar- und Windkraftanlagen.

Das Catering der re:publica ist ab 2022 komplett fleischlos – sowohl für Teilnehmer*innen als auch für die Crew. Unser Ziel ist es, langfristig auf ein komplett veganes Angebot umzustellen und Abfälle weiter zu reduzieren.

  • Zutaten: Unsere Dienstleister*innen verwenden primär frische, saisonale Produkte aus der Region und wo möglich Bio-Qualität. Kaffee und Tee stammen aus fairem Handel und Bio-Anbau. 
  • Abfallvermeidung: Teilnehmer*innen können eigene Wasserflaschen und einen Mehrzweckbecher für das Catering mitbringen. Im Catering werden zudem kompostierbare Einwegbecher, Einweggeschirr & -Besteck aus Palmblättern bzw Holz verwendet. Es werden Alternativen für die #rp22 geprüft.
  • Vermeidung von Lebensmittelverschwendung: Die Kalkulation unserer Caterer ist darauf angelegt, dass angebotene Speisen durchaus ausgehen könnten und damit ausverkauft sind.
  • Herausforderung: Wir würden Lebensmittel und Essen gerne spenden. Aufgrund der aktuellen Hygienerichtlinie ist dies jedoch nicht möglich.

Die re:publica steht für Offenheit, Diversität und den freien Zugang zu Wissen für alle. Darum arbeiten wir beständig daran, die re:publica als Veranstaltung und als Organisation barriereärmer und inklusiver zu gestalten. Alle Teilnehmer*innen sollen sich bei uns wohl und willkommen fühlen können.

  • Barrierearmut auf dem Gelände:  Wir freuen uns, dieses Jahr mit der Arena Berlin und dem Festsaal Kreuzberg erlebnisträchtige Orte zu bespielen. Die Architektur der Locations stammt teils noch aus den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Arena wurde etwa als Betriebshof der Allgemeinen Berliner Omnibus AG gebaut. Damals wurde Barrierearmut beim Bau nicht ausreichend mitgedacht. Zusammen mit den Inhabern wollen wir den Ort weiter entwickeln und planen Maßnahmen, um die Arena zukunftsfähig zu gestalten. Einige davon werden für die rp22 umgesetzt, andere stehen für die kommenden Saison auf unserer Liste. 
  • Blindenführhunde haben Zutritt.
  • Wir bieten Höranlagen an.
  • Die Begleitung einer Personen mit einem Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen B hat auf der re:publica freien Eintritt.
  • Ein Team von Gebärdensprachdolmetscher*innen ist an allen Veranstaltungstagen im Einsatz. Sie können über den Infopoint angefragt werden.
  • Rollstuhlgerechte Toiletten sind im Lageplan zur Veranstaltung eingezeichnet. 
  • Wickeltische gibt es auf allen barrierearmen WCs. 
  • Auf dem Gelände der re:publica sind Parkplätze für Menschen mit Behinderung verfügbar. Zusätzliche gibt es in kurzer Distanz.
  • Der Eintrittspreis für die re:publica soll kein Hindernis für Interessierte mit wenigen finanziellen Mitteln darstellen. Wir haben gestaffelte Ticketpreise. Als Volunteer ist es zudem möglich, an einem Tag während der Konferenz auszuhelfen. Dafür erhalten die Volunteers Verpflegung am Einsatztag und kostenlosen Eintritt für die restlichen Tage. Mehr Informationen dazu findet ihr hier.

Wir möchten den Neukauf von Materialien und die Produktion von saisonalen Artikeln vermeiden. Ist das nicht möglich, berücksichtigen wir beim Neukauf und bei der Herstellung nachhaltige Standards, also die Umwelt‐ und Sozialverträglichkeit. Wir setzen insbesondere auf recycelte Materialien.

  • Merchandise-Artikel werden im “re:publica Sweat Shop” on demand produziert. Vor Ort können mitgebrachte Shirts & Bags bedruckt und upgecycelt werden.
  • Seit 2018 produzieren wir Lanyards aus recyceltem Kunststoff. Für die #rp22 haben wir uns entschieden, keine neuen Lanyards zu produzieren, sondern bitten die Teilnehmer*innen alte mitzubringen und wiederzuverwenden. 
  • Wir verzichten zur #rp22 auf einen gedruckten Programmflyer. Dafür gibt es jetzt eine re:publica-App.
  • Primäres Ziel beim Einkauf ist Wiederverwendbarkeit.
  • Für Drucksachen wird Recyclingpapier genutzt und beidseitig gedruckt.
  • Es werden nur in Ausnahmefällen Give-Aways akzeptiert und nur dann, wenn sie einen expliziten Mehrwert für die Teilnehmer*innen haben und nicht allein für die Veranstaltung produziert wurden.
  • Nach jeder Veranstaltung evaluieren wir kritisch, welche saisonalen und temporären Anschaffungen wir tatsächlich noch benötigen und/oder produzieren lassen – wie etwa: Namensschilder und Sticker.

Die re:publica erfindet sich jedes Jahr neu. Neu gedacht - aber nicht neu angefertigt. Durch Miete, Reuse und Upcycling ist es uns möglich, Neuanfertigungen für einmalige Einsätze zu vermeiden. Wiederverwertbare Teile werden eingelagert und Restmaterialien im Rahmen eines Upcyclings neu verwertet.

  • Mieten: Für die re:publica 2022 mieten wir unter anderen Mobiliar, Pflanzen, Pflanzbeete, Dekorationsobjekte und technisches Equipment. Bei allen Mietobjekten legen wir Wert auf faserhaltige Materialien und versuchen Kunststoff zu vermeiden.
  • Reuse: Auf der Eventfläche nutzen wir Miet-Mobiliar und wiederverwendbare, schlichte Standarchitektur aus FSC-zertifiziertem Holz. Diese Holzmodule werden zur #rp22 zum sechsten Mal genutzt. Jedes Jahr kommen Bäckerkisten und bunte Monobloc-Stühle als Grundelemente unseres Look und Feels zum Einsatz. Sie sind seit 2012 ein stilprägendes Element der re:publica und werden nach jeder Veranstaltung gesäubert und eingelagert. 
  • Upcycling: Seit sieben Jahren geben wir befreundeteten Festivals und Initiativen Materialien und Mobiliar weiter, die wir nach einer re:publica nicht wiederverwenden oder einlagern können, um sie für ihre Veranstaltung zu nutzen - bspw. Verschnittholz, benutzter Molton, Schrauben oder Forrex-Platten. Beispiele: Das „Immergut Festival“ hat aus Holz- und Siebdruckplatten der re:publica eine Bar gebaut. Die „Hedonisten“ haben Molton und Pappe übernommen. Spiegel, die auf der #rpTEN zum Einsatz kamen, wurden auf der “Fusion”, dem “MELT-Festival” und dem “Tech Open Air” wiederverwendet. Auch wir erhalten von anderen Akteuren und Veranstaltungen Material: Für die #rp19 schenkte uns adidas unter anderem grüne Teppiche für unsere Wiesen-Landschaft im sogeannanten “Community Garden”.

Unser Ziel ist Vermeidung oder Wiederverwertung von Abfall. Doch leider fällt immer noch viel Abfall bei der re:publica an. Langfristiges Ziel ist es, ein Abfallkonzept mit Expert*innen der Abfallwirtschaft zu entwickeln und vielleicht schon zur re:publica 2023 umzusetzen, damit alle Wertstoffe, die noch im Abfall schlummern, gewonnen und weiterverwendet werden. Und wer weiß, vielleicht gelingt uns eines Tages sogar ein Zero-Waste-Festival.

  • Die re:publica stellt eine getrennte Abfallsammlung und Entsorgung sicher.
  • Alle Dienstleister und Partner werden angehalten ihre Verpackungen zu recyceln oder zu vermeiden.
  • Für Verpackungsmaterial bei Mietobjekten und re:publica-eigenen Palettenwaren nutzen wir zu 80% Regeneratfolie.
  • Herausforderung: Gewerbemüll wird in Berlin verbrannt. Hier wollen wir zukünftig mit dem neuen Abfallkonzept ansetzen und neue Lösungen entdecken und entwickeln.
  • Im Programm der re:publica möchten wir all jenen Perspektiven Raum bieten, die menschliche Vielfalt als gesellschaftliches Potenzial wertschätzen und bewusst fördern. 
  • Diversität und Genderbalance sind grundlegend für eine inklusive Community – sie repräsentieren unsere Haltung als Veranstalter*in. Wir schließen damit ausdrücklich Menschen ein, die sich dem binären Geschlechterparadigma nicht zugehörig fühlen.
  • Wir freuen uns auf vielfältige Themen, Haltungen und Meinungen aus dem gesamten (demokratischen!) Spektrum. Beim Call for Participation kann jede*r Idee(n) einreichen. Zwei Drittel des Programms kuratieren wir aus diesen Einreichungen.
  • Das Hands On und Off Stage- Programm adressiert Themen der nachhaltigen Entwicklung, sensibilisiert für Herausforderungen des Klimawandels und informiert über mögliche Lösungen 
  • Wir freuen uns sehr, dass die Konferenz für digitale Jugendkultur TINCON, wieder im Rahmen der re:publica stattfindet und damit wieder ein umfangreiches Programm für junge Leute von 13 bis 25 Jahren angeboten werden kann, das für die jugendlichen Teilnehmer*innen kostenfrei zugänglich ist.

Gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gestaltet die re:publica Programmpunkte, die nachhaltige Transformation thematisieren und die Dringlichkeit aufzeigen, in allen Sektoren im Sinne der Agenda 2030 zu handeln.

Ab 2022 werden wir eine Co2-Bilanz der re:publica erstellen. Derzeit prüfen wir, wie wir unsere Emissionen kompensieren.