#rp26-Sprecherin Aya Jaff: Wie die Kriegswirtschaft wieder Einzug in unseren Alltag findet
Die Kriegswirtschaft ist bereits Teil unseres Alltags – und das durch Beschaffungsverträge, Regelwerke zu KI-Sicherheit, Manifeste und auch über die Neufassung der Nutzungsrichtlinien von OpenAI. Wie werden Technologien, die ursprünglich für Kriege im Ausland und Grenzregime entwickelt wurden nun in europäischen Städten eingesetzt? Inwiefern fungiert diese Dual-Use-Funktion weniger als regulatorische Kategorie, sondern vielmehr als Alibi? Auf der #rp26 zeichnet die Big Tech-Kritikerin Aya Jaff die Spuren von Geld und Sprache nach und beleuchtet anhand eines konkreten Falls - Deutschlands „Lex Palantir“ - wie die Militarisierung des Tech-Stacks in Echtzeit unsichtbar gemacht wird.
Aya Jaff war einst tief in der Tech- und Finanzwelt verwurzelt – als Programmiererin, Unternehmerin und Insiderin. Heute hinterfragt sie genau jene Strukturen, die sie einst mit aufgebaut hat. Dabei spricht sie offen über Macht, Fortschritt und die moralischen Dilemmata des Kapitalismus. Mit ihrer ARD-Sendung „How to get rich, Aya?“ und der von ihr gegründeten Konferenz Data Unplugged hat sie Räume geschaffen, in denen mutige und kritische Perspektiven stattfinden können. Einst von DIE ZEIT als „Mrs. Code“ bezeichnet und auf der Forbes-Liste „30 under 30“ aufgeführt, teilt Aya heute die Geschichten einer Tech-Bro-Aussteigerin auf der Suche nach gerechteren Alternativen. In ihrem demnächst erscheinenden Buch „Broligarchy“ nimmt sie die Tech-Elite in die Kritik. Außerdem spricht sie in ihrem Podcast „Impact Everything“ mit Expert*innen über Themen an der Schnittstelle von Kapitalismus, Innovation und Gerechtigkeit.