#rp26-Sprecherin Sally Lisa Starken: Wenn der rechte Rand regiert

03.03.2026 - In Deutschland erstarkt die Rechte – und die Mitte schweigt. Die Journalistin und Autorin macht auf der #rp26 deutlich: Demokratie ist kein Selbstläufer.
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Foto von Sally Lisa Starken. Sie trägt mittellanges lockiges Haar und einen Rollkragen Pullover. Sie sitzt vor einer Betonwand und schaut direkt in die Kamera.
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Daniel Dittus

Autoritäre Kräfte wie die AfD, die Trump-Regierung oder Melonis Partei Fratelli d’Italia folgen einem erstaunlich ähnlichen Drehbuch: Sie verschieben Grenzen, unterwandern Institutionen und verändern Sprache, Debatten und gesellschaftliche Normen. Und das oft lange bevor Mehrheiten zu demokratisch legitimierten Positionen verhelfen. Sally Lisa Starken hat diese Dynamiken in verschiedenen Ländern für ihr neuestes Buch „Wenn der Rechte Rand regiert” recherchiert. Dafür war sie beispielsweise auf der Gedenkfeier von Charlie Kirk in Phoenix und hat MAGA Anhänger*innen zu Hause besucht. Auf der#rp26 zeigt die Autorin und Journalistin, welche Lehren wir hier in Deutschland aus den aktuellen politischen Entwicklungen ziehen können. 

Die bevorstehenden Landtagswahlen 2026 sind Indikatoren dafür, was uns bundesweit erwarten könnte: Denn hier liegt die AfD in Umfragen vorn und stellt die Demokratie vor eine existenzielle Bewährungsprobe. Doch was kommt da auf uns zu? Wie unterwandert die AfD schon jetzt Institutionen, ohne dass wir es merken? Was lässt Demokratien kippen und wie können wir sie noch retten? Auch in ihrem Buch „Zu Besuch am rechten Rand. Warum Menschen AfD wählen” versucht Sally Lisa Starken Antworten auf diese Frage zu finden. Dafür sprach sie mit AfD-Wähler*innen aus ganz Deutschland und versuchte zu verstehen, warum Menschen rechtsextreme Parteien wählen. Zwischen Ängsten und Wut standen dabei vor allem persönliche Lebensgeschichten im Mittelpunkt. 

Neben ihrer Arbeit als Journalistin, Autorin, Content Creatorin und Moderatorin informiert Sally Lisa Starken in ihrem News Podcast „Die Informantin“ regelmäßig über politische Themen. Ihr Ziel dabei: Politik neu zu erzählen und zugänglicher machen, damit alle sie besser verstehen können.