Politische Werbung nach TTPA: Was jetzt, Zivilgesellschaft?

19.05.2026 14:15–14:45 Booth:
K4
Campact e.V.
Wenn Demokrat:innen das Empörungs-Spiel der Algorithmen nicht mitmachen wollten, konnten sie bis Herbst oft auf bezahlte Werbung setzen. Jetzt soll die EU-Verordnung TTPA mehr Transparenz schaffen; Google und Meta verboten im Gegenzug “politische Werbung”.
Was bedeutet das in der Praxis? Wir möchten mit euch Erfahrungen teilen und diskutieren!

Seit Oktober 2025 gilt die EU-Verordnung über Transparenz und Targeting politischer Werbung, kurz TTPA – mit schwerwiegenden Folgen für die digitale politische Kommunikation. Die TTPA soll politische Werbung transparenter machen, verdeckte Einflussnahme erschweren und die demokratische Öffentlichkeit schützen. Plattformen wie Meta und Google reagierten allerdings mit umfangreichen Verboten für politische und gesellschaftspolitische Werbung. Für NGOs, Initiativen und andere demokratische Akteur:innen wird es dadurch schwerer, Menschen über bezahlte digitale Kanäle zu erreichen – und rechtsextreme Propaganda im Netz zu kontern.

Was bedeutet das für zivilgesellschaftliche Kommunikation zwischen Regulierung, Plattform-Macht und demokratischer Öffentlichkeit? Am Campact-Stand geben wir einen Impuls aus unserem Team Politisches Marketing: Welche Optionen bleiben? Wo sehen wir Alternativen oder neue Chancen?

Dabei möchten wir mit euch ins Gespräch kommen: Wie geht ihr mit diesen Veränderungen um? Welche Wege seht ihr, um Menschen weiterhin für politisch-gesellschaftliche Anliegen zu erreichen?

Jan Heberlein, Sebastian Molls