re:publica 26
18.-20. Mai 2026
STATION Berlin
Kann Kunst mit weichen Formen harte Kritik üben? Wann wird Zuwendung politisch – oder sogar radikal? Ist Eskapismus ein Akt der Selbstfürsorge oder der Verweigerung? Und was passiert, wenn Kunst nicht mehr schockiert, sondern tröstet und streichelt?
Seit dem 20. Jahrhundert war das kulturelle Selbstverständnis geprägt von Avantgardismus und Coolness – elitär und unnahbar. Emotionale Zurückhaltung war ein Zeichen von Stärke, während Verletzlichkeit und Empfindsamkeit als Schwäche abgetan wurden. „Cute Art“ markiert einen Paradigmenwechsel: hin zu Fürsorglichkeit und Verantwortlichkeit.
Kurator Philipp Martin Schreiner reflektiert anhand der Ausstellung "The Cute Escape" in der Kunsthalle Erfurt über ein mittlerweile weit verbreitetes Phänomen in Kunst, Kultur und Gesellschaft.