Demokratisierung der Medien oder Content-Kapitalismus: Was wird aus der Creator Economy?

Jeanette Okwu , Stefanie Lefeldt , Robin Blase , Adil Sbai , Moritz Meyer

20.05.2026 17:30–18:30
Stage 5
Deutsch
Podiumsdiskussion
Medien & Öffentlichkeit
#Content Creators #Never Gonna Give You Up
Hinter der Creator Economy stand das Narrativ von der Demokratisierung der Medien. Stimmt das noch? Wir diskutieren die Abhängigkeit von US-Plattformen, Umgang mit fragwürdigen Inhalten und Geschäftsmodellen und ob generative KI Chance oder Bedrohung für Content Creator ist.

Die Creator Economy versprach einst die Demokratisierung der Medien. Plattformen wie YouTube, TikTok oder Instagram ermöglichten es, unabhängig von traditionellen Sendern oder Verlagen, Inhalte zu erstellen und zu verbreiten. Creator*innen erreichten so Reichweite und Einfluss auf Augenhöhe mit etablierten Medienhäusern; und überholten diese in vielen Bereichen sogar. Sie sind authentischer, glaubwürdiger und schaffen es, ihre Zielgruppen besser zu erreichen und zu verstehen. 

Doch bei aller Euphorie steht die Branche vor großen Herausforderungen.

  • Die US-Regierung übt Druck auf die wichtigsten Creator-Plattformen aus. Welche Chance haben Inhalte, die der Haltung der Trump-Regierung widersprechen?
  • Werbung zu Schönheits-OPs, Finanzprodukten oder Nahrungsergänzungsmitteln sind fragwürdige Grauzonen. Braucht es strengere Regeln und Regulierung?
  • Creator*innen werden von generativer KI herausgefordert. Ist ihre vielgerühmte Authentizität ein Wettbewerbsvorteil oder werden auch sie in der Flut künstlicher Inhalte einfach untergehen?

Dieses Panel diskutiert, wie die Creator Economy net positive für Medien und Gesellschaft bleibt.