Glücksräder, Countdowns, Capybaras: Mit welchen Tricks Temu, Shein & Co. unsere Zeit stehlen: Eine Untersuchung zum Dark Patterns-Verbot im DSA

Sabrina Wagner, Dennis Romberg

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Zusammenfassung
3 Stunden Instagram am Tag? Normal. Aber 2 Stunden Temu? Shopping-Apps wie Temu & Co setzen inzwischen Gamification und andere Designtricks ein, um uns länger in ihren Apps zu halten und mehr auszugeben – mit Suchtpotenzial. Dark Patterns sollen mit dem DSA verschwinden, doch das ist nicht der Fall.
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Conference

Vor wenigen Sekunden noch Kopfhörer gesucht, doch dann Capybaras gefüttert? AliExpress macht’s möglich. Mit „Hyper-Engaging“-Dark Patterns wie Infinite Scroll und Gamification verbringen wir ungewollt mehr Zeit und geben mehr Geld auf Plattformen aus. Solche Mechanismen kennen wir von TikTok, Instagram & Co, doch auch Shopping-Apps setzen sie inzwischen ein. Der Digital Services Act (DSA) verbietet Manipulation durch Dark Patterns. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hat untersucht, ob Plattformen sich daran halten. Besonders problematisch: AliExpress, Temu & Shein – sie ziehen uns in einen Sog aus lustigen Tierspielen, blinkenden Rabatten und Glücksrädern. Dabei bauen sie psychologischen Druck auf. Wir wollen nichts verpassen oder brauchen für den nächsten Dopamin-Kick noch mehr Gutscheine. Das wirkt sich langfristig negativ auf unsere mentale Gesundheit aus und fördert Konsum bei Billiganbietern. Was können Verbraucher:innen und die Politik tun? Kann der Digital Fairness Act fixen, was der DSA nicht leistet?
 

Service-Hinweis: Bei der Lightning Box 3 handelt es sich um eine Kopfhörerbühne. Hier findet ihr weitere Informationen.

Referentin Marktbeobachtung Digitales
Teamleitung Marktbeobachtung Digitales