re:publica 26
18.-20. Mai 2026
STATION Berlin
Alexander Matzkeit, Felix Schwenzel, Franziska Bluhm, Inés Gutiérrez
Die Anfänge des Bloggens in Deutschland wirken im Rückblick goldglänzend und beinahe mythisch. Die Blogosphäre war eine publizistische Revolution im Geist der "digitalen Bohême", schuf eine virtuelle Gemeinschaft namens "Netzgemeinde" und eine neuartige, persönlich-ironische Form des Schreibens, die zum frisch angebrochenen dritten Jahrtausend passte. Die erste re:publica 2006 war ihr Woodstock. Alex Matzkeit hat die Szene damals aus der Ferne beobachtet. Heute ist er Medienjournalist und fragt sich, wie sich die Zeit tatsächlich für die Leute angefühlt hat, die mittendrin steckten. War alles wirklich so besonders, wie es heute oft beschrieben wird? Was wird mit nostalgischem Blick verklärt? Wie waren die Schnittmengen zwischen virtueller Gemeinschaft und echter Cliquenbildung in Berlin und anderswo? Und was können wir von damals für die immer wiederkehrenden Diskussionen darüber lernen, wer Medium sein darf und wer nicht?