Warum es so schwer ist, ChatGPT Wortspiele beizubringen (und wie wir es trotzdem geschafft haben)

Gregor Schmalzried , Till Krause

28.05.2025 13:00–13:30
Stage 4
Deutsch
Wissenschaft & Technologie
#Brain & Mind #KI #This is FUN #Zukunft & Utopie
Das “gemischte Doppel” aus dem SZ Magazin ist nicht nur eine spaßige Wortspielrubrik – sondern ein überraschend spannender KI-Test. Denn fast alle Sprachmodelle scheitern dabei, neue Wortpaare zu erfinden. Wir zeigen, wie es trotzdem klappt – und was uns das über das Innenleben der KI verrät.

Seit dem Start von ChatGPT wollen Till Krause und Gregor Schmalzried nur eines: Endlich ein "Gemischtes Doppel" von Generativer KI schreiben lassen.

Auf den ersten Blick wirkt die Aufgabe leicht: Wortspiele wie "reinfeiern / fein reiern" und "Mastferkel / fast Merkel" hat Till Krause in seiner Tätigkeit beim Süddeutsche Zeitung Magazin jahrelang eingesandt bekommen – das muss sich doch mit den neuesten Modellen automatisieren lassen!

Doch die Realität ist komplizierter: Selbst moderne Sprachmodelle wie GPT-4o und Claude 3.7 scheitern an der Aufgabe, neue Wortspiele zu erfinden – teils mit sympathisch peinlichen Ergebnissen.

Was erzählen uns die Schwächen der Chatbots darüber, wie Training und Inferenz eines Sprachmodells funktionieren? Wie unterscheiden sich menschliche und künstliche Intelligenz? Und vor allem: Wie hat es am Ende doch geklappt, ein "Gemischtes Doppel" von ChatGPT schreiben zu lassen?