Zwischen Sex-Bots, Hate und Burnout: Community-Redaktion als journalistisches Berufsfeld neu denken

Jutta Brennauer, Ruben Kircher

Zusammenfassung
Warum braucht es ein neues journalistisches (Selbst-)Verständnis für Community-Redaktionen? Wir liefern Ergebnisse aus 9 Gesprächen mit Top-Medienhäusern und diskutieren mit Ruben Kircher, Chef vom Dienst Community Management bei ZDF Digital, warum ein radikales Umdenken nötig ist.
Atrium 1
Kurz-Vortrag
Deutsch
Conference

Sex-Bots in Sekunde 0, Hasskommentare in Sekunde 10 und tausendfach ungefilterter Hass bis Redaktionsschluss – Willkommen im Alltag von Community-Manager*innen. Oder sollte es in Zukunft Community-Redakteur*innen heißen? 

Was wie Schadensbegrenzung aussieht, ist klassisches journalistisches Handwerk: Recherche, Moderation, Faktenchecks und Deeskalation unter Hochdruck. Aber: Wo bleibt die Anerkennung? Das Budget? Das Personal? Und wo ist die nachhaltige Strategie? Zeit, den Job als das zu sehen, was er ist: Journalismus. Gerade jetzt, wo sich – wenn es nach Meta geht – die Community bald einfach selbst moderiert und Faktenchecks durch die Plattformen abgeschafft werden sollen.

Als Neue deutsche Medienmacher*innen liefern wir Erkenntnisse aus Gesprächen mit Community-Redakteur*innen aus neun führenden Medienhäusern – darunter sowohl öffentlich-rechtliche als auch und private und diskutieren mit Ruben Kircher, Chef vom Dienst Community Management bei ZDF Digital weshalb es ein radikales Umdenken und neues journalistisches (Selbst-)Verständnis im Berufsfeld braucht.