Gisela Wild

Freundlich lächelnde ältere Dame im karierten Blazer
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Gisela Wild

Dr. Gisela Wild, geboren 1932 in Bad Warmbrunn/Schlesien (heute Polen). 1946 von dort vertrieben, neue Heimat Konstanz am Bodensee. Studium der Jurisprudenz in Freiburg/Breisgau, dort promoviert mit der Dissertation „Leopold August Warnkönig 1794-1866 – Ein Rechtslehrer zwischen Naturrecht und historischer Schule und ein Vermittler deutschen Geistes in Westeuropa“. Zweites Staatsexamen in Stuttgart. Seit 1961 Rechtsanwältin in Hamburg, spezialisiert im Gewerblichem Rechtsschutz, Urheberrecht, Presserecht, Persönlichkeitsrecht, zunächst bei Prof. Bussmann, Dr. Droste und Partner, ab 1970 bei Dr. von Berenberg-Gossler, Wessing, heute Taylor Wessing.

Mit vielen der von ihr begleiteten Verfahren in hat sie den gesellschaftlichen Fortschritt mitgestaltet: Verfassungsbeschwerde zur steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten, Verteidigung der „St. Paulinachrichten“ und der Schwulenzeitschrift „him“ zur Reform des Sexualstrafrechts. 1983 „Emma-Prozess“: Klage von zehn Frauen gegen den Verlag der Zeitschrift „STERN“ und deren Chefredakteur wegen sexistischer Titelbilder.

1983 war Gisela Wild eine der Initiatorin des Stopps der bevorstehenden Volkszählung durch Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht. Dies markiert die Geburt des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung  im Rahmen des allgemeinen Persönlichkeitsrechts und der Menschenwürde.

1993 Spitzenkandidatin der FDP für die Hamburger Bürgerschaftswahl.

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