„Och, das bisschen Haushalt…“ Eine Mini-Lesung zu unsichtbarer Care-Arbeit als größtem Wirtschaftsfaktor unseres Landes

Alexandra Zykunov

Summary
Würde man die umsonst geleistete Sorgearbeit von Frauen und Mädchen weltweit mit einem Mindestlohn bezahlen, wäre diese Summe 25-mal größer als der Umsatz von Facebook, Google und Apple zusammen. Wie kriegen wir Care sichtbar und endlich aufgewertet?
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In Debatten um das Thema Care haben wir uns mittlerweile in eine paradoxe Lage manövriert:

Zwar scheinen immer mehr Menschen auch jenseits der feministischen Bubble vom Gender-Care-Gap zu sprechen. Gleichzeitig ist vielen das Ausmaß dessen, was sich hinter Care-Arbeit verbirgt, wie viel Zeit und vor allem wie viel Geld diese frisst, noch immer nicht bewusst. Denn ähnlich wie die Arbeit bezahlter Pflegefachkräfte ist auch die unbezahlte Sorgearbeit äußerst prekär. Solange Care aber unter dem Radar der Wahrnehmung läuft, kann sie nicht wertgeschätzt werden.

Auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung liefert Bestseller-Autorin Alexandra Zykunov dazu weitestgehend unbekannte Zahlen und Fakten. In einer Mini-Lesung zeigt sie auf, warum es Solidarität für positive Veränderungen braucht – und was eigentlich passieren würde, wenn Frauen und Mädchen für einen Tag die Sorgearbeit niederlegen würden. Spoiler: Unsere Wirtschaft würde komplett zusammenbrechen.

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Porträt Alexandra Zykunov
SPIEGEL-Bestseller-Autorin, Journalistin, Herausgeberin und Redakteurin