re:publica 25
26th-28th May 2025
STATION Berlin
Die Kategorisierung in Generationen wie "X", "Y" oder "Z" wird häufig verwendet, um bestimmten Altersgruppen spezifische Eigenschaften oder Verhaltensweisen zuzuschreiben. Diese Einteilungen vermitteln den Eindruck stabiler, kollektiver Merkmale und prägen maßgeblich gesellschaftliche sowie mediale Diskurse. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen jedoch, dass viele dieser zugeschriebenen Merkmale eher auf sogenannte Alters- und Periodeneffekte zurückzuführen sind als auf tatsächliche Unterschiede zwischen Generationen.
Warum hält sich das Konzept der Generationen dennoch so hartnäckig? Welche methodischen und konzeptionellen Schwächen weist dieser Ansatz auf? Und welche alternativen Ansätze helfen uns, individuelle Unterschiede und gesellschaftliche Dynamiken jenseits starrer Generationenzuschreibungen besser zu verstehen?
In diesem Vortrag hinterfragen wir gängige Zuschreibungen und Stereotype, präsentieren aktuelle Forschungsergebnisse und diskutieren, wie sich Altersunterschiede jenseits der bekannten "Gen-XYZ-Kategorien" theoretisch und empirisch fundiert betrachten lassen.