Nachrichten auf Insta & Co.: Zwischen Social-Media-Druck und journalistischer Sorgfalt

Alexandra Berlin , Sophie von der Tann , Regina Steffens

20.05.2026 11:15–11:45
Stage 5
Deutsch
Gespräch
Medien & Öffentlichkeit
#Platforms #Journalismus #Demokratie #Netzkultur
Journalismus basiert auf Recherche, Ausgewogenheit und Distanz. Instagram belohnt dagegen Haltung und Emotionen. Sophie von der Tann (ARD) und Alexandra Berlin (DER SPIEGEL) übertragen Qualitätsjournalismus in Reels und Stories. Wie gelingt der Spagat zwischen Reichweite und Sorgfalt?

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Objektivität und persönliche Zurückhaltung gelten als Grundregeln journalistischer Arbeit. Aber passt das noch ins Instagram-Zeitalter?

Social-Media-Plattformen belohnen Emotionalität und Entertainment: Posts zum Ukrainekrieg konkurrieren mit Koch- und Schminkvideos. Trotzdem – oder gerade deshalb – ist es wichtig, dort präsent zu sein, sagen Sophie von der Tann, ARD-Korrespondentin im Studio Tel Aviv, und Alexandra Berlin, Auslands- und Kriegsreporterin beim SPIEGEL.

Im Panel berichten Sophie und Alexandra, wie sich ihre Arbeit durch Insta & Co. verändert hat. Wie bleiben sie objektiv auf einer Plattform, die von Zuspitzung lebt? Wie wirkt man gleichzeitig nahbar – und professionell? Sie sprechen über journalistische Doppelbelastung, Hass im Netz und den Spagat zwischen Innenansicht und Inszenierung. Durch das Gespräch führt Regina Steffens (SPIEGEL), die sich über Fragen aus dem Publikum freut.