re:publica 25
26.-28. Mai 2025
STATION Berlin
Im Vorfeld der Bundestagswahl 2025 galt die sogenannte „Mission Silberlocke“ als Hoffnungsträger der Linken, um die Fünf-Prozent-Hürde zu überwinden. Doch dann kam alles anders. Eine Person war dafür besonders verantwortlich, die den Wahlkampf vor allem im Netz auf den letzten Metern wieder spannend machte: Heidi Reichinnek. Die virale „Brandmauer-Rede“ im Bundestag, in der sie die Zusammenarbeit von CDU und AfD scharf kritisierte, erreichte allein auf TikTok über sechs Millionen Aufrufe und wurde zum Symbol für den digitalen Aufschwung der Linken.
Im Gespräch mit Johnny Haeusler möchten wir von ihr erfahren: Wie nutzte die Linke soziale Medien im Wahlkampf, und welche Faktoren trugen zum Erfolg bei? Wie gelingt es einer Politikerin, auf Plattformen wie TikTok authentisch zu kommunizieren? Wie mit Hass und Bedrohungen umgehen? Und wie bewahrt sie sich dabei ihre Motivation und gute Laune?
Heidi Reichinnek trat im September 2015 – nach Stationen als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Centrum für Nah- und Mitteloststudien in Marburg, als Sprach- und Kulturfachkraft in einer Einrichtung für unbegleitete minderjährige Geflüchtete und Projekten der Demokratiestärkung und Radikalisierungsprävention – in Die Linke ein.
Ab November 2016 bis 2021 saß sie als Mitglied der Linksfraktion im Rat der Stadt Osnabrück, bevor sie zur Landessprecherin der Linksjugend [’solid] Niedersachsen und 2019 schließlich zu einer der Vorsitzenden der LINKEN in Niedersachsen gewählt wurde. Ihr Amt als Vorsitzende der Gruppe Die Linke im Bundestag begann 2024. Darauf folgte ihre Nominierung zur Spitzenkandidatin der Partei Die Linke während der Bundestagswahl 2025.
Wahlkampf 2.0: Heidi Reichinnek im Gespräch mit Johnny Haeusler
Heidi Reichinnek, Johnny Haeusler